SZ +
Merken

Getreidesilo existiert nur noch auf Fotos

Das Gebäude war zuletzt ein Schandfleck. Dochwas wird nun aus der Abrissfläche?

Teilen
Folgen

Von Reinhard Kästner

Heute wird der letzte Bauschutt vom ehemaligen Getreidesilo an der Kohlenstraße abtransportiert. Vier Wochen waren die Bauleute damit beschäftigt, die Brandruine abzureißen. „Das war gar nicht so einfach, denn das Material musste exakt getrennt werden. Die verkohlten Balken zum Beispiel waren als Sondermüll zu entsorgen, was ziemlich teuer ist“, informiert Hagen Schroth von der Baufirma Oswald Richter. In Spitzenzeiten waren in den vergangenen vier Wochen bis zu sieben Mitarbeiter (einschließlich der notwendigen Lasterfahrer) auf der Roßweiner Baustelle beschäftigt.

Gestern gab es eine Absprache zwischen Baufirma und dem Bürgermeister. „Wenn die Fläche restlos beräumt ist, soll sie mit Mutterboden verfüllt und später begrünt werden“, informiert Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Der Grund und Boden des einstigen Getreidesilos befindet sich im Besitz der Bahn AG, während das Gebäude selbst der Getreide AG gehört hat. Diese ist in Vorleistung gegangen und hat den Abriss finanziert. Bis endgültig die Besitzverhältnisse geklärt sind, wird eine grüne Fläche aus dem Gelände.

Lindner ist froh, dass die Arbeiten so zügig bis zum Abschluss erfolgen und nicht am Ende eine Ruinenlandschaft wie an der Wehrstraße zurück bleibt. Dort hatte die Abrissfirma lediglich den wertvollen Schrott geborgen, Mauern zusammengeschoben und die Ziegel und Mauerstücke auf der Fläche liegen gelassen. Bemühungen, diesen Zustand durch die Baufirma beseitigen zu lassen, sind bisher gescheitert. Jetzt beschäftigt sich das Bauordnungsamt mit diesem Problem.