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Gewitter legt Telefonnetz lahm

Freital

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Obwohl die Unwetter nicht ganz so schlimm wie gemeldet ausfielen, haben Wind, Regen und Blitze vorgestern Nacht ihre Spuren hinterlassen. So konnte am Abend die Weißeritztalbahn ihre Fahrt im Rabenauer Grund nicht fortsetzen, weil ein umgeknickter Baum die Gleise blockierte. Die Freitaler Feuerwehr musste die Strecke wieder frei räumen.

Im Stadtgebiet sind die Feuerwehrleute in der Nacht zu mehreren Einsätzen nach Blitzschlag gerufen worden – so in ein Wohnhaus auf der Zillestraße und zu einer Firma auf der Wilsdruffer Straße. Wie das Rathaus auf Anfrage mitteilte, hielten sich die Schäden aber in Grenzen. Zu Bränden kam es nicht.

Rathausuhr beschädigt

Ein Blitz war es auch, der in Potschappel für Probleme sorgte. „Nach dem Gewitter kam es infolge eines Sicherungsausfalls zur einem Ausfall der Spannungsversorgung für einen Glasfaserverteiler“, erklärt Telekomsprecher Georg von Wagner. 82 Telefon- und Internetanschlüsse waren lahmgelegt – betroffen waren auch die SZ-Lokalredaktion, zahlreiche Geschäfte und das Rathaus. „Unsere Techniker konnten die Störung gegen 10.45 Uhr beheben“, sagt von Wagner.

Im Rathaus waren den ganzen Tag über Techniker damit beschäftigt, weitere Schäden zu beheben. So sorgte Überspannung dafür, dass die Rathausuhr und der Aufzug ihren Dienst verweigerten. Nach Angaben von Rathaussprecherin Inge Nestler blieben durch interne Technikausfälle auch E-Mail-Dienste und Telefone gestört.

Vonseiten der Polizei gibt es indes keine besonderen Einsatzmeldungen wegen des Unwetters. „Wir sind glimpflich davongekommen“, sagt Sprecher Jörg Weyand. Auch bei der Freitaler Strom und Gas GmbH liefen alle Systeme problemlos. „Weder von unseren Technikern noch von den Kunden sind Schäden oder Störungen gemeldet worden“, sagt Geschäftsführer Ulrich Rudolph.

Im Landkreis hat das Gewitter unter anderem für Störungen bei der Bahn, im Straßenverkehr und bei der Sparkasse gesorgt. So setzte ein Blitzschlag die Elektrik an fünf Bahnübergängen der Müglitztalbahn außer Kraft. In Mühlbach, Schlottwitz, Bärenstein und Burkhardswalde schlossen sich am Dienstagabend die Schranken – und öffneten sich nicht wieder. Wie eine Sprecherin der Bahn auf Anfrage mitteilte, mussten Mitarbeiter die Schranken per Hand bedienen, bis der Schaden gestern Mittag behoben war.

Durch den Regen sind in Heidenau Erdmassen auf die Bundesstraße172 gespült worden und mussten beräumt werden. In Königstein blieb gestern die Filiale der Sparkasse geschlossen. Durch einen Blitzeinschlag flogen Sicherungen raus, teilt Sprecher Andreas Rieger mit. Die Technik musste daraufhin erst wieder in Gang gebracht werden.