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Gewitter löst Fehlalarm in Bibliothek aus

Am Montagnachmittag rücken in Niesky deshalb acht Wehren an. Sie müssen gleich noch einen anderen Einsatz bewältigen.

Symbolbild
Symbolbild © Julian Stratenschulte / dpa (Symbolbild)

Ein starkes Gewitter, das am späten Montagnachmittag über Niesky hinweg zog, hat in der Stadtbibliothek für einen Fehlalarm gesorgt. Laut Barbara Giesel, der Fachbereichsleiterin technische Dienste in der Stadtverwaltung, habe das Gewitter in der Elektroanlage des Gebäudes am Zinzendorfplatz vermutlich eine Überspannung erzeugt, sodass die Brandschutzmeldeanlage um 16.33 Uhr die übliche Meldekette auslöste.

Daraufhin sei die Feuerwehr ausgerückt. „Die Kontrolle der Gegebenheiten vor Ort hat nichts Auffälliges erbracht, sodass der Einsatz für die Kameraden nach etwa einer Stunde beendet war.“ Dies bestätigt auch Bibliotheksmitarbeiterin Marlies Richter. „Wie es aussieht, hat das Unwetter keinen Schaden angerichtet.“

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Nach dem für die Bibliothek gültigen Ausrückeplan schickte der Nieskyer Ortswehrleiter Sebastian Schramm, der gleichzeitig Chef dieses Einsatzes war, acht Fahrzeuge in Richtung Zinzendorfplatz. Insgesamt 31 Kameraden der Feuerwehren aus Niesky, Kosel, Stannewisch, Ödernitz und See begaben sich auf den Weg. „Wenn tatsächlich ein Feuer in der Bibliothek ausgebrochen wäre, hätte es dort so große Brandlasten gegeben, dass wir diese starke Besetzung unbedingt gebraucht hätten“, begründet Schramm, der angesichts des gleichzeitig einsetzenden Starkregens Folgeaufträge vermutete. Tatsächlich wurde ein Teil der Kameraden kurze Zeit später zur Rewe-Kreuzung geschickt, wo es angesichts der Wassermassen Gullideckel nach oben gedrückt hatte. „Dort mussten wir absperren und warten, bis die Kanalisation den Regen wieder fassen konnte.“

In der Bibliothek waren die verbliebenen Feuerwehrleute unterdessen mit einer Wärmebildkamera dabei, die einzelnen Räume auf eventuelle Brandherde zu kontrollieren. „Weil sich gleich nebenan das Gymnasium befindet, haben wir auch den Außenbereich intensiv unter die Lupe genommen“, so Schramm. Dabei ergab sich nichts Auffälliges. Ob mit der Technik in der Stadtbibliothek tatsächlich alles in Ordnung ist, muss sich jedoch erst noch herausstellen. Laut Barbara Giesel war dazu am Dienstag eine Elektrofirma im Haus, die alle Anlagen einer Prüfung unterzog. Das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Nach Angaben von Enso-Sprecherin Claudia Kuba hat der Blitz am Montag um 15.50 Uhr tatsächlich in eine zwischen Horka und Kodersdorf verlaufende Leitung des ostsächsischen Energieversorgers eingeschlagen. „Dadurch wurde der Stromfluss unterbrochen.“ Schon 16.02 Uhr sei die Leitung aber wieder intakt gewesen. Von dem zwölfminütigen Stromausfall waren laut Kuba etwa 600 Kunden im Versorgungsgebiet zwischen Horka, Kodersdorf, Wiesa und Ullersdorf betroffen.

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