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Gibt OB Hilbert den Wanderweg frei?

Dresdens Stadtoberhaupt hatte sich für ein Ende der Sperrung im Seifersdorfer Tal eingesetzt. Doch noch gibt es einige Hindernisse.

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© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Seifersdorf. Die alte Esse an der Kunath-Mühle im Seifersdorfer Tal ist noch immer nicht vollständig saniert. Das bestätigte jetzt Bernd Richter vom Umweltamt der Stadt Dresden. „Durch die kalten Tage sind wir etwas in Verzug. Bereits vor Weihnachten sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Den Termin konnten wir leider nicht einhalten. Der Frost hat den Bauleuten einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte er. Das gut fünfzehn Meter hohe Bauwerk direkt am Wanderweg durch das idyllische Tal war wegen eines Blitzeinschlags einsturzgefährdet. Daraufhin hatte der Grundstückseigentümer den beliebten Fußweg gesperrt.

Ein Großteil der Sanierungsarbeiten ist bereits erledigt. Unter anderem wurde ein breiter Spalt, der durch einen Blitzeinschlag verursacht worden war, wieder zugemauert. „Die Bauleute sind fast bis an der Spitze angelangt. Es fehlt nur noch ein kurzes Stück. Dafür brauchen sie allerdings frostfreies Wetter“, sagt der Rathausmitarbeiter. Anschließend soll auf dem Schornstein eine Abdeckung installiert werden. „Damit ist das Mauerwerk dauerhaft gesichert“, sagt Bernd Richter.

Rund 30 000 Gäste jedes Jahr

Rund 16 000 Euro kostet die Instandsetzung. Den Löwenanteil bezahlt die Stadt. Der Eigentümer der Kunath-Mühle lässt auf seine Kosten einen Blitzableiter installieren. Die Vereinbarung zwischen ihm und der Stadt Dresden sieht außerdem vor, dass der Landeshauptstadt das Wegerecht für diesen Abschnitt übertragen wird. Damit ist auch langfristig gesichert, dass der Weg öffentlich begehbar bleibt. Wann der beliebte Wanderweg genau eröffnet wird, ist noch unklar. „Das lässt sich noch nicht abschätzen.“ Eventuell wird die Freigabe von einem prominenten Politiker vorgenommen. „Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat sich in der Sache ja stark engagiert. Vielleicht findet er auch Zeit, bei der Wiedereröffnung dabei zu sein“, sagt Bernd Richter. Nach jahrelangem Stillstand war das Thema bei einem Besuch des Dresdner OB im vergangenen Jahr in Schönborn angesprochen worden. Anschließend kam Bewegung in die Sache. Zunächst hatte es geheißen, die Stadt hat keine Handhabe, da es sich um ein Privatgrundstück handele.

Rund 30 000 Menschen besuchen jedes Jahr das Seifersdorfer Tal. Es ist wegen der vielen Denkmale und Skulpturen bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Viele nutzen den Wanderweg entlang der Großen Röder.