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Gibt’s ein neues Feuerwehrauto?

Die Stadt kommt so günstig wie noch nie an Fördermittel. Aber sie muss auch etwas dazugeben.

Von Mandy Schaks

Die Stadt Altenberg hat die Chance, super günstig an ein Feuerwehrfahrzeug zu kommen. Davon muss nur noch Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) die Stadträte überzeugen. Das Fahrzeug wird zwar dringend gebraucht, aber das Geld in der Stadtkasse ist momentan knapp. Doch Kirsten ist sich sicher: „Eine 90-prozentige Förderung kriegen wir nie wieder.“ Und das hängt mit einem Unglück zusammen.

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Als im Juni gleich mehrere Unwetter über dem Osterzgebirge niedergingen, mussten auch die Altenberger Ortsteilwehren ausrücken. Sie halfen, Gefahren abzuwenden und Flutschäden zu beseitigen. Bei ihren Einsätzen erlitten sie allerdings selbst Verluste. Die Feuerwehrleute büßten zum Beispiel Handschuhe ein, Gummistiefel gingen kaputt, die Flut riss Taschenlampen fort. Sogar ein Notstromaggregat hielt nicht mehr durch. Der größte Schaden entstand aber an einem Feuerwehrfahrzeug.

Als der ehemalige Fischerei-Teich im Bärensteiner Bielatal zu brechen drohte, mussten die Gefahren gebannt werden. Dabei ging ein Fahrzeug kaputt, schilderte zur jüngsten Ratssitzung Bürgermeister Kirsten. Über das Soforthilfe-Programm nach den Unwettern konnten all diese Verluste nicht kompensiert werden. Nun aber stehen Fördermittel als Aufbauhilfe in Aussicht, um die Schäden ersetzen zu können. Selbst ein neues Feuerwehrfahrzeug kann die Stadt kaufen. „Ich freue mich, dass das geklappt hat“, sagte Kirsten.

Es gibt nur einen Haken: Die Fördermittel bekommt die Stadt nur, wenn sie sich mit zehn Prozent an den Kosten beteiligt. Für den Kauf des Feuerwehrfahrzeuges bedeutet das, Altenberg braucht um die 13 500 Euro, um am Ende 135 000 Euro in Anspruch nehmen zu können. Kirsten hofft, dass der Stadtrat eine Möglichkeit sieht, das Auto bei diesen günstigen Konditionen kaufen zu können.