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Giftköder für Neustadts Hunde

Im Wohngebiet Bruno-Dietze-Ring in Neustadt könnten Hundehasser am Werk sein. Das vermuten zumindest die Hundebesitzer.

Immer wieder wird vor Giftködern gewarnt. Hundehalter können aber auch selbst etwas tun.
Immer wieder wird vor Giftködern gewarnt. Hundehalter können aber auch selbst etwas tun. © dpa

Das Wohngebiet Bruno-Dietze-Ring in Neustadt war bislang eher eine ruhige Wohngegend. Doch jetzt grassiert unter Hundebesitzern die Angst. Sie vermuten, dass Unbekannte Giftköder auslegen, um die Hunde samt Besitzer aus dem Wohngebiet zu vertreiben. So schilderte zum Beispiel eine Neustädterin am Telefon, dass sowohl ihr kleiner Hund als auch der einer Freundin offenbar vergiftet werden sollten. Sie hat nun Angst, dass anderen Hundebesitzern ähnliches passiert und sie rät zur Aufmerksamkeit.

Darüber hinaus scheint es wohl in dem Wohngebiet gang und gäbe, dass manche Bewohner ihre Essenreste aus dem Fenster werfen. Für die Vierbeiner ein im wahrsten Sinne gefundenes Fressen. Doch nicht alle vertragen eben diese Essenreste. Die Hundebesitzerin ruft nun andere auf, die Umgebung genau zu betrachten, Büsche und Sträucher abzusuchen, wo der Hund lang geht und in der Dunkelheit eine Taschenlampe dabei zu haben.

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Ende Juni letzten Jahres versetzte ein ähnlicher Fall Sebnitzer Hundebesitzer in Angst und Schrecken. Der Sebnitzer Knöchelwald ist für Hundehalter ein beliebter Ort für einen Spaziergang mit ihren Vierbeinern. Dort häuften sich die Anzeichen, dass dort vermutlich Giftköder ausgelegt werden. Eine Hundehalterin war sich da ziemlich sicher. Ihrem Mischlingshund ging es nach einer kleinen Runde durch den Wald immer schlechter. Zum Glück hatte ihr Hund viel gebrochen und offenbar auch etwas köderähnliches ausgespuckt, wie sie sagt. Doch nicht nur diese Sebnitzer Hundehalterin war betroffen. Es gab weitere, die von ähnlichen Vorfällen berichten. Allerdings konnte nie geklärt werden, ob es sich im Sommer tatsächlich um Giftköder gehandelt hatte.

Die Sebnitzer Hundetrainerin Juliane Hille hat auf jeden Fall hilfreiche generelle Tipps. Bei sehr verfressenen Hunden sollte ein Maulkorb aufgesetzt werden. Die Hundehalter sollten sehr achtsam sein und das Schnüffeln abbrechen. Außerdem sei es ratsam, dem Tier das Aufnehmen von Futter vom Boden zu verbieten. Sollte der Verdacht bestehen, dass der Hund doch einen Köder gefressen hat, den Hund beobachten. Kohletabletten eingeben und sofort zum Tierarzt fahren. Dort den Hund erbrechen lassen. Je schneller das alles ablaufe umso besser. Etwa 60 Minuten Zeit würden verbleiben. Juliane Hille weist außerdem auf die typischen Symptome bei Gift hin, die da wären: blasse Schleimhäute, vermehrtes Hecheln, erhöhte Pulsfrequenz, Erbrechen, Durchfall bis hin zur Bewusstlosigkeit.

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