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Gippewelle legt Schule lahm

Die Zahl der Influenza-Fälle im Landkreis ist sprunghaft angestiegen. Jetzt musste die erste Schule dichtmachen.

Die Friedrich-Schiller-Oberschule in Neustadt muss für zwei Tage geschlossen bleiben. Der Grund sind zahlreiche Krankheitsfälle unter Schülern und Lehrern, teilt Schulleiter Klaus Anders mit. Derzeit sind über 150 Schüler krankgemeldet, davon über 20 mit einer ansteckenden Influenza-Infektion. Hinzu kommen rund 15 erkrankte Lehrer. Das entspricht beinahe der Hälfte des aus 36 Pädagogen bestehenden Kollegiums.

Das Ausmaß der Grippewelle an der Neustädter Oberschule hatte sich bereits am Montag angedeutet, gestern meldeten dann weitere Eltern ihre Kinder krank. Nach Rücksprache mit der Neustädter Kinderärztin und dem Gesundheitsamt in Pirna entschied sich Schulleiter Klaus Anders gestern Mittag dazu, die Schule vorübergehend zu schließen – zum ersten Mal in seinen 25 Jahren Berufserfahrung als Direktor. Ein normaler Schulbetrieb sei aufgrund der aktuellen Lage weder für die Schüler noch für die Lehrer vertretbar. „Die Ansteckungsgefahr ist einfach zu hoch.“ Am Freitag findet lediglich die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse statt, danach beginnen die Winterferien.

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Wie das Landratsamt in Pirna mitteilt, seien die Meldungen von laborbestätigten Influenzafällen sprunghaft angestiegen. Waren es in den ersten Wochen des Jahres noch Einzelfälle, gab es vergangene Woche dann 29 bestätigte Erkrankungen im Kreisgebiet, diese Woche bis gestern Mittag allein schon 27. „Die Zahlen sind nur die im Labor nachgewiesenen Fälle. Tatsächlich ist von wesentlich mehr Erkrankungen auszugehen“, teilt das Amt mit. Vergangenen Freitag hatte die Stadt Altenberg bereits die Kita in Bärenstein geschlossen. Wie Bürgermeister Thomas Kirsten informierte, waren von insgesamt 44 Kindern 31 krank gemeldet. (SZ/dis/ks/ce)

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