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Gläserne Redaktion zieht ins Zauberschloss

Gäste berichten über Probleme mit Bauvorhaben, fehlende Fußwege und eine Mittelalterwoche.

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Warum fehlen in den Orten des Hochlandes so viele Fußwege? Diese Frage bewegt die Anwohner, die gestern in der Gläsernen Redaktion der SZ im Schönfelder Zauberschloss vorbeischauten. Eva-Maria Oehlschlegel weist auf die gefährliche Strecke zwischen Bühlau und Gönnsdorf hin. „Bei Schnee konnte man nur auf der Straße laufen und wurde von oben bis unten mit Matsch vollgespritzt, ganz zu schweigen davon, wie eng die Autos vorbeifuhren. Aber man kann doch von den Leuten nicht verlangen, dass sie für jede kurze Strecke das Auto oder den Bus nehmen“, sagt die Gönnsdorferin.

Ähnliche Probleme hat Michael Schwarze aus Rossendorf. Die Kinder des Ortes müssen auf der stark befahrenen S 177 bis zur B 6 zum Schulbus laufen. „Das Schulverwaltungsamt hat uns geschrieben, dass dies eine zulässige Entfernung sei. Aber ganz sicher hat sich bei uns niemand über die Gegebenheiten informiert“, sagt Schwarze. Er kritisierte zudem den Umstand, dass Ortschaftsräte und Einwohner im Amtsblatt der Ortschaft, dem Hochlandkurier, nicht zu Wort kommen dürfen. „Der Ortsvorsteher verbreitet darin seine Darstellung von bestimmten Planungen oder Ereignissen. Doch obwohl es oft andere Meinungen dazu gibt, werden die nicht gedruckt. Ich habe es mehrfach versucht, bin aber immer abgewiesen worden“, so Schwarze.

Dagegen verteidigen Monika und Rainer Böttcher aus Pappritz den Ortsvorsteher. „Im Moment wird eine Kampagne von einzelnen Vereinen des Hochlandes gegen Hans-Jürgen Behr gefahren und in der SZ gedruckt. Das gefällt uns nicht. Auf jeden Fall sollten immer beide Meinungen gehört werden“, sagt Rainer Böttcher.

Mit einem neuen Bild hat Hobbymaler Roland Schwenke die Gläserne Redaktion bereichert. Er enthüllte eine bislang unbekannte Ansicht des Schlosses, die von einem Stich, der zwischen 1680 und 1710 enstanden ist. Am 1. Mai eröffnet der Hochland-Canaletto eine Personal-Ausstellung mit rund 25 Gemälden Im Zauberschloss. Kay Haufe