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Glasfaser lässt auf sich warten

250 Kilometer Glasfaser werden verlegt. Allerdings erst bis 2023.

Während vielerorts bereits Glasfaserkabel liegen, plant man in Lommatzsch noch.
Während vielerorts bereits Glasfaserkabel liegen, plant man in Lommatzsch noch. © Kristin Richter

Lommatzsch. Wegen der Corona-Krise sind auch viele Lommatzscher im Homeoffice. Und für viele wird nun deutlich, wie wichtig ein stabiler und leistungsfähiger Internetanschluss ist. Nachdem Deutschland über Jahre die Entwicklung verschlafen hat, startete nun der flächendeckende Ausbau der Breitbandversorgung. Doch bis es soweit ist, dauert es in Lommatzsch und den Ortsteilen noch eine ganze Weile. Während anderswo bereits die Leitungen liegen, ist man hier noch in der Planungsphase.  

Tilo Kadner, Regionalbereichsleiter der Enso Netz GmbH, hebt erst mal die Erfolge seines Unternehmens hervor. "Zuletzt konnten wir in Großenhainer Ortsteilen erste Schaltungen bei Kunden vornehmen, sie profitieren nun von einer schnellen Glasfaserverbindung gleichsam für private Anwendungen oder eben für erhöhten Datenverkehr im Homeoffice“, sagt er. 

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Davon ist man in Lommatzsch noch weit entfernt. Die Stadt hat erst zu Beginn des Jahres eine Vereinbarung mit Enso Netz zum Breitbandausbau in den Ortsteilen von Lommatzsch unterzeichnet. Während der Ausbau in Großenhain bereits Ende 2018 startete und im April 2020 erste Ortsteile ans Netz kamen, wird es in Lommatzsch hingegen noch etwas dauern: Denn der praktische Ausbauzeitraum ist beginnend von Herbst 2020 bis Herbst 2023 anvisiert. Das ist auch so ziemlich der letzte Termin. Bis Ende 2023 muss der Breitbandausbau generell abgeschlossen sein, ansonsten verfallen die Fördermittel, das heißt, sie müssen zurückgezahlt werden. 

Momentan befindet sich das Projektteam mitten in der Planung des Projekts. Im nächsten Schritt startet dann die konkrete Planung der Trassen. Begonnen wird mit Außerortsverbindungen. Im Rahmen der rund 70 Kilometer umfassenden Tiefbauarbeiten wird Enso Netz dabei nicht nur über 250 Kilometer Glasfaser verlegen, sondern im Sinne der Synergie einige Stromleitungen ersetzen und einzelne Ortsnetze erneuern. 

Insgesamt werden in 31 Ortsteilen 600 Anschlüsse für Private und Gewerbetreibende erschlossen, in jedem Ortsteil steht später ein Verteilerschrank. Von diesen führen die Glasfaserkabel in die Häuser und ermöglichen dann Internetzugänge auf hohem Geschwindigkeitsniveau, heißt es von der Enso Netz. 

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