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Glashütte bringt Winterschäden in Ordnung

Die Stadt hängt sich mit den Reparaturen an laufende Bauvorhaben an. Kann sie damit sparen?

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Von Franz Herz

Mit welchen Straßenschäden soll sich das Bauamt Glashütte zuerst befassen? Derzeit haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, um die Hochwasserfolgen abzuarbeiten, da sind noch nicht einmal die Winterschäden erledigt. Doch das nimmt die Stadt jetzt auch in Angriff. Rund hunderttausend Euro hat Glashütte dafür eingeplant. „Voraussichtlich im August werden wir jetzt alle Aufträge dafür vergeben“, sagt Bauamtschef Mario Wolf. Dabei versucht Glashütte zu sparen, indem es sich an laufende Bauarbeiten dranhängt. Was ist jetzt in welchen Orten geplant?

Glashütte: Am Kohlsteig wird ein Anliegerweg befestigt

Die Stadt lässt derzeit die Straße „Am Kohlsteig“ von Grund auf ausbauen, allerdings nicht alle Verzweigungen des Weges. Ein reiner Anliegerweg wird nicht saniert, obwohl sein Zustand auch bedenklich ist, wie Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) den Stadtrat informiert hat. Deswegen soll er wenigstens eine neue Decke erhalten. Das wird beim Ausbau der restlichen Straße mit eingeplant. Damit wird der Ausbau billiger als es eine eigenständige Baumaßnahme wäre. Die Strabag, die dort baut, hat ihre Baustelle schon eingerichtet und alle erforderlichen Maschinen stehen dort. Daher rechnet Glashütte mit einem günstigen Preis, der bei 20 000 Euro liegt.

Reinhardtsgrimma: Gartenstraße hinter der Turnhalle kommt an die Reihe

In Reinhardtsgrimma hat die Stadt schon einen Teil der Gartenstraße bis zur Turnhalle instand setzen lassen. Weiter reichte damals das Geld nicht. Auf dem Stück von der Turnhalle bis zu den Häusern dahinter holpert es weiterhin. Nun sind auch für diesen Abschnitt 20 000 Euro eingeplant, und die Glashütter hoffen ebenfalls auf einen günstigen Preis, weil auch dort eine Baufirma vor Ort schon tätig ist, die derzeit die Straße am Steinkreuz ausbaut.

Cunnersdorf: Der Mittelweg ist ein Schwerpunkt

Auch in Cunnersdorf schließen sich die Reparaturen der Winterschäden an den laufenden Ausbau der Ortsdurchfahrt an. Hier kommt der Mittelweg an die Reihe, aber nur auf der Seite, wo das Feuerwehrhaus steht. Hier sind auch noch Rohre am Teich in Ordnung zu bringen. Diese sind derzeit defekt. Die andere Seite des Mittelwegs in Richtung Jugendklub kommt erst später dran, dafür reichen die 20 000 Euro nicht, die jetzt eingeplant sind.

Dittersdorf: Eine neue Decke für zwei Anliegerwege

In Dittersdorf gibt es verschiedene Stichstraßen, die durch den letzten Winter besonders gelitten haben. Am schlechtesten sind die Zufahrten bei den Hausnummern 81 und 93. Hier wird für 13 000 Euro eine neue Straßendecke aufgebracht.

Johnsbach: Straße nach Bärenhecke hat als Umleitung gelitten

Die steile Straße von Johnsbach ins Tal nach Bärenhecke hat zahlreiche Schäden. Allerdings ist sie in den letzten Jahren auch außergewöhnlich beansprucht worden. Sie muss als Umleitung herhalten, weil die Kreisstraße nach Johnsbach wegen dem Dammbau im Prießnitztal gesperrt ist. Hier hat die Stadt noch keine Finanzplanung aufgestellt, weil für die Schäden, die der Umleitungsverkehr verursacht hat, die Landestalsperrenverwaltung gerade stehen muss. Nur wenn einzelne Punkte noch notwendig wären, welche die Talsperrenverwaltung nicht bezahlt, würde die Stadt diese mitfinanzieren. Nun hofft Bauchef Wolf, dass der nächste Winter erst kommt, wenn diese Arbeiten alle fertig sind.