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Wann der Glaskristall öffnet

Für das ungewöhnliche Objekt in Jablonec fand sich lange keine Baufirma. Nun ist es fertig. Aber rein dürfen Besucher erst später.

Im tschechischen Jablonec wurde ein Glaskristall nach den Plänen des Prager Architektenbüros Hlavácek gebaut. Er wird auch für Besucher geöffnet.
Im tschechischen Jablonec wurde ein Glaskristall nach den Plänen des Prager Architektenbüros Hlavácek gebaut. Er wird auch für Besucher geöffnet. © Museumsarchiv

Im tschechischen Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neiße) gehen Arbeiten an einem eindrucksvollen Sonderbau zu Ende. Das architektonische Objekt aus Glas und Eisen in der Form eines Glaskristalls schließt sich nun an das denkmalgeschützte historische Glas- und Bijouterie-Museum an. 

Wirklich geöffnet wird der Kristall erst zum Jahresende. "Zusammen mit der neuen Weihnachtsschmuck-Ausstellung unter dem Titel 'Welt der Wunder' machen wir ihn dann zugänglich", kündigte kürzlich die Sprecherin des Museums, Šárka Labusová, an. "Aber schon jetzt ist der Ausblick aus dem Kristall auf das Panorama mit dem Aussichtsturm Petøín (Nickelkoppe) ein Erlebnis", sagt Museumsdirektorin Milena Valečková. 

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Der Sonderbau des Prager Architektenbüros Hlaváček sollte eigentlich schon vor fast zwei Jahren fertig sein. Lange Zeit wurde allerdings eine Firma gesucht, die Mut hatte, sich für dieses anspruchsvolle Vorhaben zu bewerben. Der Lieferant – die Bau- und Bergbaufirma Energie aus Kladno – erhielt als einziger Teilnehmer der zweiten Ausschreibungsrunde den Zuschlag. Der Bau wurde komplett durch das Kultusministerium gefördert. "Die Baukosten stiegen auf 57 Millionen Kronen (2,2 Millionen Euro) an", sagte Jan Pleštil, technischer Stellvertreter der Direktorin.

Erholungszone als Freiluft-Galerie

Auch der umliegende Park wurde saniert. "Er soll eine Erholungszone rings um das Museum bilden", sagt Museumsleiterin Milena Valečková. Nach und nach solle sich die Parkanlage in eine Art Freiluft-Galerie verändern, wo Glasplastiken installiert werden. Die Stadt plant, durch eine Brücke eine neue Verbindung zwischen der Bahnhaltestelle Jablonec-Centrum und dem neugebauten Busterminal zu schaffen.

Wegen der Corona-Epidemie ist das Museum zurzeit geschlossen. Nach jetzigem Stand dürfen solche Einrichtungen am 25. Mai in Tschechien wieder öffnen. Eigentlich sollten Besucher der Museumsnacht am 22. Mai den Glaskristall erstmals betreten dürfen. Ob das möglich ist, ist offen.

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Das Museum für Glas und Bijouterie befindet sich in einem Jugendstilgebäude, das einst der Exportfirma Zimmer & Schmidt gehörte. Zu Sammlungen gehören Objekte zur Geschichte der Glasindustrie, zur Herstellung von Schmuck und Bijouterie, und neu zur Medaillenkunst und Münzprägung. Es gibt auch über 16.000 Exponate an Christbaumschmuck aus Glas.

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