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Glaube

Ein Reisebus, fast ausschließlich mit Zittauern besetzt, erreicht heute Rom. Die Kinder, Jugendlichen und Begleiter aus der südlichen Oberlausitz haben sich auf den Weg in die Heilige Stadt gemacht, um an der Internationalen Ministrantenwallfahrt teilzunehmen.

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Von Sebastian Beutler

Ein Reisebus, fast ausschließlich mit Zittauern besetzt, erreicht heute Rom. Die Kinder, Jugendlichen und Begleiter aus der südlichen Oberlausitz haben sich auf den Weg in die Heilige Stadt gemacht, um an der Internationalen Ministrantenwallfahrt teilzunehmen. Wie schon beim katholischen Weltjugendttreffen in Deutschland oder zuvor beim Papstwechsel in Rom führt der Glaube Tausende, vornehmlich junger Menschen zusammen. Das ist beeindruckend. Nicht zuletzt angesichts der Glaubenswirklichkeit in Deutschland, die sich häufig genug um kleiner werdende Gemeinden, fehlende Gelder oder die Sorge dreht, ob die Kirchen erhalten bleiben können. Auch innerkatholische Probleme wie die Kinder- und Ehelosigkeit der Priester oder das Priesterrecht für Frauen treten hinter der neuen Begeisterung zurück. Auch in der evangelischen Kirche mehren sich Stimmen, die wieder von der Faszination des Glaubens reden. Der Pfarrer in Spitzkunnersdorf sprach kürzlich von einem „tollen Jahr“: Mehr Menschen kämen zur Kirche, als sie sie verlassen. Das ermutigt. Denn eine Gesellschaft, in der Kirchen eine wichtige Rolle spielen, erinnert sich an das, was sie selbst nicht hervorbringen kann.