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„Glück auf“ sorgt in Döbeln weiter für Stirnrunzeln

Die Fraktionen waren sich zwar nicht immer einig, ihre Fazits nach sechs Jahren Landkreis klingen jedoch ähnlich. Nur die Linke tanzt aus der Reihe.

Mit viel Fleiß und Willen sei in den vergangenen Jahren aus dem Kreisgebilde etwas gut Funktionierendes entstanden. So lautet die Bilanz des Landrates Volker Uhlig (CDU). Auf einer Festveranstaltung in Freiberg ließen die Kreisräte gestern Abend die erste Wahlperiode des Kreistages ausklingen. „Sie haben es ihrem Landrat nicht immer leichtgemacht, am Ende des Tages hat aber stets die Sachlichkeit gesiegt“, so Uhlig.

Dass der Anfang nicht ganz leicht war, aber trotzdem viel geschafft wurde, darin waren sich alle Fraktionsvorsitzenden einig. „Es war ein steiniger und arbeitsreicher Weg“, so Matthias Damm (CDU), der sich wünschen würde, dass noch einmal jemand nachrechnet, ob die versprochenen 165 Millionen Euro jährliche Einsparungen durch die Kreisreform wirklich eingetreten sind. Axel Buschmann (SPD) ist sich sicher, dass die Räte Geschichte geschrieben haben, weil sie den Kreis mit aufgebaut haben. „Man muss sich nicht wundern, wenn ‚Glück auf‘ in Döbeln ein Stirnrunzeln auslöst“, sagte Volkmar Schreiter (FDP). Aber die regionalen Befindlichkeiten würden nicht mehr im Vordergrund stehen. „Ich sehe die Zukunft unseres Kreises positiv.“ Uwe Liebscher (Freie Wähler Mittelsachsen) fasste es zusammen: „Man muss das Beste draus machen.“

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Die Linke zeigte in einer Präsentation einen eher unüblichen Rückblick. Stattdessen wurden der Landrat und die Diskussion um den Bau eines neuen Landratsamtes auf die Schippe genommen. Peter Krause aus Roßwein zeigte Volker Uhlig bei seinen Lieblingsbeschäftigungen: Bänder bei Straßenfreigaben zerschneiden, Blumen überreichen und erste Spatenstiche machen. Der Verwaltungssitz könnte in Form eines Schlosses oder eine Burg entstehen. Uhlig bekomme dann auch einen Vorbereitungsraum mit einer Kanzel, auf der er die Kreistagsreden üben kann.