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Glückliche Verlierer

Trotz einer deutlichen Niederlage bei Dynamo Moskau erreichen die DSC-Volleyballerinnen das Champions-League-Achtelfinale.

So freuen sich die Volleyballfrauen vom Dresdner SC selten nach einem verlorenen Duell. Dieses Mal gibt es aber einen guten Grund. Ihr Einzug in die Play-offs der Champions League stand gestern bereits vor der Partie bei Dynamo Moskau fest. Sie profitierten von den Niederlagen anderer Klubs in anderen Gruppen. Beispielsweise scheiterte Rabita Baku mit 2:3 an Chemik Police, und Omitschka Omsk zog gegen Eczacibasi Istanbul mit der gebürtigen Dresdnerin Christiane Fürst durch ein 1:3 den Kürzeren.

Dadurch steht der deutsche Meister trotz des klaren 0:3 (17:25, 21:25, 18:25) beim russischen Meisterschaftszweiten im Achtelfinale der europäischen Eliteklasse. Allerdings verzerrten die unterschiedlichen Anfangszeiten den Wettbewerb. Da sollte sich der kontinentale Verband etwas einfallen lassen – wie im Fußball.

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Der DSC erreichte die Play-offs zum zweiten Mal in seiner Klubgeschichte. Vor drei Jahren genügte ihm dafür ein Erfolg. Dieses Mal gelangen den Frauen drei Siege. Sie zogen mit dieser Bilanz als einer der besten Gruppendritten ins Achtelfinale ein. Das gleiche Kunststück schaffte ihre ehemalige Vereinsgefährtin Stefanie Karg mit ihrem Klub Agel Prostejov dank des 3:1 gegen Dynamo Kasan. Die Auslosung folgt heute. Das Achtelfinale beginnt in der Zeit vom 10. bis zum 12. Februar.

In Moskau leisteten sich die DSC-Spielerinnen vor 1 300 Zuschauern, darunter 50 Dresdner Fans, Politiker, Sponsoren und Unternehmer, zu viele Fehler und waren Dynamo in allen Belangen deutlich unterlegen. Nach 80 Minuten stand die klare Niederlage fest. „Heute wurden uns unsere Grenzen aufgezeigt“, betonte DSC-Trainer Alexander Waibl. „Wir haben viele gute Aktionen gezeigt, aber unterm Strich war nicht mehr drin.“

DSC-Kapitän Myrthe Schoot ergänzte: „Wir haben gut gekämpft, aber auch viele unnötige Fehler gemacht. Moskau hat diese gnadenlos ausgenutzt. Dynamo ist eine sehr starke Mannschaft. Am Ende war es einfach nicht genug, um dieses Topteam genügend unter Druck zu setzen.“ Im Hinspiel hatten die DSC-Frauen das geschafft und gegen Moskau mit 3:2 gewonnen. Dieses Mal gelang ihnen keine Sensation. (SZ)