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Zwei Personen greifen Sicherheitsdienst an

Der betroffene Mitarbeiter blieb unverletzt, das Dienstauto wurde beschädigt. War es ein geplanter Anschlag auf K9 am See? Die Polizei ermittelt.

Auf das Auto des Sicherheitsdienstes K9 wurde am Berzdorfer See ein Anschlag verübt. Der Mitarbeiter kam unverletzt davon.
Auf das Auto des Sicherheitsdienstes K9 wurde am Berzdorfer See ein Anschlag verübt. Der Mitarbeiter kam unverletzt davon. © Danilo Dittrich

Es ist Routine. In der Nacht zum Mittwoch, gegen 23 Uhr, macht ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes K9 an der neuen Zufahrt im Norden des Berzdorfer Sees Halt. Ist die Schranke am Parkplatz noch in Ordnung? Funktioniert sie einwandfrei? Es ist die allabendliche Kontrolle, die ansteht.  Außerdem muss die Stechkarte bedient werden, als Beleg, dass es eine Kontrollfahrt gibt. Eine normale Nachtstreife also. Aber an diesem Abend ist alles anders.

Zwei Personen griffen an

"Unser Kollege hatte sich etwa fünf, sechs Meter vom Auto entfernt", sagt Ronny Hasler, Einsatzleiter bei K9. Plötzlich kamen zwei Personen, schlugen auf das Auto des Wachmannes ein. "Sie hatten  lange Gegenstände bei sich", schildert Ronny Hasler. Heckscheibe und Rücklichter des Toyota  gingen zu Bruch.

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So schnell, wie die Täter kamen, so schnell sind sie auch wieder weg. Ronny Hasler ist heute, Tage nach dem Geschehen, immer noch fassungslos. "Es ist das erste Mal, dass uns so etwas passiert ist", sagt er.  Der betroffene Kollege des Sicherheitsdienstes wurde nicht verletzt, er kam mit dem Schrecken davon.

Die Hintergründe der Tat sind völlig offen. Die Polizei ermittelt. "Es liegt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung vor", so Anja Leuschner, Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz. 

Sicherheitsdienst will Mitarbeiter schützen

Ronny Hasler sagt: "Wir werden auf den Vorfall reagieren." Das bedeutet, der Sicherheitsdienst wird im Rahmen der legalen Möglichkeiten aufrüsten. "Wir haben beispielsweise scharfe Diensthunde. Außerdem gibt es bei uns Waffenträger", sagt Ronny Hasler. K9 werde seine Mitarbeiter auf jeden Fall in Zukunft zu schützen wissen. Die Kollegen werden Gegenstände künftig bei sich führen , die "auch schon mal wehtun können".

Der K9-Mitarbeiter in der Nacht zum Mittwoch war allein unterwegs. Das sei gängige Praxis beim Sicherheitsdienst, so der Einsatzleiter. Es handele sich dabei vor allem auch um eine Kostenfrage.  

Ronny Hasler von K9.
Ronny Hasler von K9. © Nikolai Schmidt

Weniger Gewalt am See, aber Unbelehrbare

Ronny Hasler hat sich seine eigenen Gedanken zu dem Überfall gemacht. "Das Auto wurde erwartet", sagt er, es habe sich um eine geplante Aktion gehandelt. "Wir kommen zu unterschiedlichen Zeiten zur Kontrolle. Jemand muss den Zeitpunkt gewusst haben", sagt er. Über die Gründe des Gewaltausbruchs kann er nur spekulieren. Vielleicht sei ja jemand ärgerlich wegen einer Park-Strafe gewesen.

Generell sieht Ronny Hasler aber keinen Anstieg von Fällen von Gewalt am Berzdorfer See. Im Gegenteil, insgesamt sei die Situation friedlicher geworden. "Aber es gibt eben immer wieder auch einige Unbelehrbare", sagt er. Erst am Montag seien Jugendliche aufeinander losgegangen, es gab eine Schlägerei. Der Rettungsdienst musste anrücken. Aber auch Falschparker machen dem Sicherheitsdienst zu schaffen. "Da stehen fünf Verbotsschilder an der Straße. Aber manche Leute interessiert das eben nicht. Wir müssen uns dann auch noch dumme Sprüche anhören", so Ronny Hasler.

An der Zufahrt zum Nordoststrand nimmt auch diese Saison noch einmal der Sicherheitsdienst K9 die Parkgebühren ein. 

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