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Görlitz verliert wieder mehr Einwohner

Jahrelang stabilisierte der Zuzug von Ausländern die Bevölkerungszahl der Stadt. Das ist jetzt vorbei.

Die Einwohnerzahl von Görlitz geht zurück - trotz vieler Menschen auf der Berliner Straße. (Archivfoto)
Die Einwohnerzahl von Görlitz geht zurück - trotz vieler Menschen auf der Berliner Straße. (Archivfoto) © nikolaischmidt.de

Erstmals seit Jahren leben weniger Ausländer in Görlitz als ein Jahr zuvor. Waren im April dieses Jahres 6.197 ausländische Einwohner in Görlitz gemeldet, waren es im April vergangenen Jahres 6.220. Der Rückgang ist gering, aber in den vergangenen Monaten stabilisierte vor allem der Zuzug von polnischen EU-Bürgern den Rückgang der deutschen Bevölkerung. In Görlitz leben rund 4.000 Polen.

Ohne dieses stabilisierende Element beschleunigt sich der Einwohnerrückgang von Görlitz. Ende April lebten 56.664 Menschen in der Stadt, vor einem Jahr waren es mit 57.069 rund 400 mehr. Zwar ist dieser Rückgang im Vergleich zu vielen Kommunen der Oberlausitz niedrig, aber es ist doch eine Trendumkehr zur Entwicklung der vergangenen Jahre.

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Die größten Einwohnerverluste Görlitzer Stadtteile verzeichneten Weinhübel und die Südstadt. Ein Grund für diese Entwicklung: das Ungleichgewicht von Todesfällen und Geburten. Jeden Monat sterben mehr Menschen als geboren werden. Im April fiel diese Differenz besonders groß aus. 72 Gestorbenen standen nur 25 Lebendgeborene gegenüber, geht aus den aktuellen Statistiken des Görlitzer Rathauses hervor. 

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