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Görlitz feilt an der Bewerbung fürs Welterbe

Wollte sich die Stadt bislang mit den Hallenhäusern bewerben, gelten sie nun nur noch als Mittel zum Zweck.

Ein Blick in das Hallenhaus Brüderstraße 9.
Ein Blick in das Hallenhaus Brüderstraße 9. © Nikolai Schmidt

Die Stadt Görlitz wird sich nun doch nicht allein mit den Hallenhäusern rund um den Untermarkt um einen Platz auf der Unesco-Welterbeliste bewerben. Das erklärte am Freitag Bürgermeister Michael Wieler vor Journalisten.

Vielmehr wolle sich Görlitz nun als "Kaufmannstadt an der Via Regia" bewerben. In diesem Zusammenhang spielen die Hallenhäuser, frühere Kaufmannspaläste, eine große Rolle. Aber auch das Waidhaus rückt nun stärker in den Mittelpunkt der Bewerbung.

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Das leicht veränderte Bewerbungsmotto geht auf den englischen Welterbe-Experten Barry Gamble zurück, den die Stadt im vergangenen Jahr als Fachmann engagiert hatte und der seitdem mehrfach in Görlitz war. Gamble hat große Erfahrungen dabei, Orte oder Gebäude auf die Unesco-Liste zu bekommen. Im Moment berät er auch europäische Kur- und Heilbäder, die unter dem Oberbegriff "Great Spas of Europa"  (Große Bäder in Europa) auf die Welterbeliste kommen wollen.

Die Bewerbungsschrift für Görlitz soll im kommenden Jahr bei der Sächsischen Landesregierung abgegeben werden. Das wäre rechtzeitig, um bei der Neugestaltung der deutschen Vorschlagsliste berücksichtigt zu werden.

Die Kulturminister hatten beschlossen, Vorschläge für eine Zeit nach 2024 neu zu sammeln. Bewerben kann man sich bis Ende Oktober 2021, die deutschen Kultusminister entscheiden dann 2023 gemeinsam über die neue Vorschlagsliste. Erst dann kommt Görlitz nach einem festgelegten Zeitplan in die Abstimmung bei der Unesco. Es bleibt also ein weiter Weg, denn Görlitz bemüht sich bereits seit mehr als 30 Jahren um einen Platz auf der Welterbeliste.

Welterbezentrale kommt erst nächstes Jahr

In der Zwischenzeit soll aber in der Brüderstraße 9, wo derzeit die Galerie untergebracht ist, ein Infopunkt für die Görlitzer Bewerbung eingerichtet werden. Ursprünglich war damit bereits in diesem Jahr gerechnet worden. Gleich neben der Galerie ist der Eingang zu einem öffentlich zugänglichen Hallenhaus, sodass die Nähe zum wichtigsten Merkmal der Görlitzer Welterbe-Bewerbung gegeben ist. Nach den Worten von Wieler wird dieser Informationspunkt nun aber doch erst im nächsten Jahr eingerichtet.

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