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Görlitz will Stahlbau-Unternehmen halten

Die BMS Stahlbau wollte vom See nach Ostritz ziehen. Doch gibt es jetzt eine Alternative?

Zieht die BMS Stahlbau in eines der ehemaligen Kema-Gebäude in der Südstadt?
Zieht die BMS Stahlbau in eines der ehemaligen Kema-Gebäude in der Südstadt? © Archiv: Jens Trenkler

Eine überraschende Wendung könnte der beabsichtigte Umzug der BMS Stahlbau GmbH vom Südufer des Berzdorfer Sees nehmen. Wie die Stadtverwaltung gegenüber der SZ bestätigt, hat das Unternehmen konkrete Fragen an das Rathaus gerichtet, ob ein Anbau an ein bestehendes Gebäude in den Kema-Anlagen in der Südstadt möglich ist und unter welchen Bedingungen. Ein solcher Antrag auf Vorbescheid, wie er derzeit vorliegt, erläutert Rathaus-Sprecherin Sylvia Otto, stellt Fragen zur bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit von beabsichtigten Vorhaben, ersetzt aber keine Baugenehmigung. Insofern ist auch nicht sicher, ob das Unternehmen in das Kema-Gelände umziehen wird. Die Stadt würde es aber begrüßen, wenn die BMS Stahlbau GmbH ihren Sitz in der Stadt Görlitz beibehält. Vom Unternehmen selbst hieß es gestern, die Antworten der Stadt würden in die weiteren Überlegungen einfließen. Noch sei aber nichts entschieden. Offensichtlich erwägt BMS aber ernsthaft einen Umzug nach Görlitz.

Mit dem Umzug des Stahlbau-Unternehmens könnte eines der längsten Probleme am See gelöst werden. Dabei geht es um die früheren Tagesanlagen der Grube in Tauchritz. Sie sind in allen Plänen für den See für eine touristische Nutzung vorgesehen. Doch hatten sich zwei Firmen dort angesiedelt, weil der touristische Ausbau am See länger dauert als gedacht. Eine der beiden, die damalige Pfalz Technik GmbH, wurde Ende 2015 vom Markersdorfer Unternehmer Heinz Gerke aus der Insolvenz aufgekauft, seitdem hat die Pfalz Tec GmbH ihren Sitz im Markersdorfer Gewerbegebiet. Das Unternehmen stellt mobile Nebelgeräte und feste Anlagen zur Vernebelung her. Gerke selbst leitet die Papierverarbeitung Görlitz. Doch für die BMS Stahlbau GmbH, das zweite Unternehmen in den Tagesanlagen, gab es keine Lösung bislang. Das lag auch an Fördergeldern für Maschinen, die an den jetzigen Standort gebunden sind. Sicher ist aber: Die Planungen für den beabsichtigten Hotelbau im Hochbunker der Tagesanlagen können unabhängig von dem Unternehmensstandort vorangetrieben werden.

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