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Görlitzer Graffiti-Sprüherin geschnappt

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Schmierereien, unter anderem am Demianiplatz. Selbst die Polizei war betroffen. Nun gibt es eine Verdächtige.

Graffito in Görlitz, hier ein Symbolfoto von der Luisenstraße. Jetzt wurde eine Sprüherein ertappt.
Graffito in Görlitz, hier ein Symbolfoto von der Luisenstraße. Jetzt wurde eine Sprüherein ertappt. © Pawel Sosnowski

Mehrere Baufahrzeuge, Briefkästen, Hauswände, Autos und Haustüren mit blauer Farbe besprüht - das meldete die Polizei Anfang April. Unter anderem war auch das Dienstgebäude der Beamten betroffen. Es handelte sich um diverse Buchstabenfolgen, Sprüche, Zeichen bis hin zu einfachen Flecken. Der entstandene Sachschaden wird auf insgesamt etwa 2.000 Euro geschätzt - so hieß es damals.

Gab es einen oder mehrere Täter? Wer ist für den Sachschaden verantwortlich? Inzwischen haben die Ermittler eine Antwort. Eine Tatverdächtige sei bekannt.  "Es handelt sich dabei um eine 18-jährige Görlitzerin", teilt die Polizeidirektion auf Anfrage der SZ mit.

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Rückblick: Görlitzer Innenstadt etwa 1.000 Euro Schaden angerichtet, indem sie mehrere Gebäude mit Farbschmiereien und Graffiti verunstalteten. Wie die Polizei bereits zwischen 16. und 17. März feststellte, wurden auf diese Weise Gebäude auf der Christoph-Lüders-, der Brunnenstraße und der Conrad-Schiedt-Straße beschädigt.

Reinigungsfirma muss Graffiti entfernen

Insgesamt laufen 13 Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen die Heranwachsende, durch welche 18 Institutionen geschädigt wurden. Der bisher bekannte Sachschaden belaufe sich auf rund 8.000 Euro, wobei noch einzelne Schadensaufstellungen offen seien. Der geschätzte gesamte Sachschaden wird wohl die 10.000 Euro erreichen, heißt es von der Polizeidirektion.

Volker Stanke ist der Mann, der mit seiner Spezialreinigungsfirma aus Ebersbach-Neugersdorf die Hinterlassenschaften der Sprüher wegputzt. Görlitz ist für ihn ein großes Einsatzgebiet. "Das Geschäft läuft wie immer", sagt er. Corona habe auf die Arbeit keinen Einfluss. "Wir bekommen unsere Aufträge von der Stadt, von den Wohnungsgenossenschaften, von privat", so Volker Stanke. Ein "Ausrutscher", wie der der 18-jährigen Sprüherin, spielt dabei kaum eine Rolle. "Das Geschäft ist für uns in den vergangenen Wochen ein ganz normales geblieben", sagt Volker Stranke.

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Ein Mann hat die 17-Jährige bei ihrer Tat auf der Altstadtbrücke in Görlitz beobachtet. Und die ist noch für viel mehr Fälle verantwortlich.

Die erste Tat der Görlitzer Innenstadt-Sprüherin  fand laut Polizei in der Nacht vom 16. März dieses Jahres zum 17. März statt, die letzte am 8.Mai. Der Großteil der Taten wurde demnach in der Nacht vom 1. zum 2. April begangen.

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