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Görlitzer Lehrling gewinnt Landskron-Opel

Marcel Hanisch hat dafür über 1.000 Kronkorken gescannt und an die Brauerei geschickt. Die kämpft derweil auch mit den Corona-Folgen.

Von Matthias Klaus
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Glücklicher Gewinner: Marcel Hanisch und sein neuer Opel auf dem Hof der Landskron-Brauerei.
Glücklicher Gewinner: Marcel Hanisch und sein neuer Opel auf dem Hof der Landskron-Brauerei. © Nikolai Schmidt

Als der Anruf kam, hat sich Marcel Hanisch erstmal gar nichts dabei gedacht. Klar, er hatte 1.025 Bierdeckel in den vergangenen Wochen und Monaten eingescannt. Gehofft, dass es was wird mit dem großen Gewinn. „Aber so richtig kapieren kann ich es erst seit ich hier stehe“, lacht der Görlitzer und tätschelt seinen Preis: einen nagelneuen Opel Crossland X mit 110 Pferdestärken.

Autogewinner hat noch keinen Führerschein

Am Dienstagnachmittag bekam er den auf dem Hof der Landskron Brau-Manufaktur. Das Fahrzeug kommt aus dem Opel-Autohaus in Hagenwerder. „Es hat eine gute Ausstattung, ist ein sehr beliebtes Modell“, sagt Geschäftsführer Detlef Richter. „Relativ geil“, findet der 21-jährige Gewinner derweil sein nagelneues Mobil. So richtig nutzen kann er es aber erst einmal nicht. Marcel Hanisch hat noch keinen Führerschein. Der junge Mann ist Lehrling für Stahl- und Betonbau bei der IBO GmbH in Neugersdorf. Noch Lehrling. Denn die Ausbildung verzögerte sich etwas. Grund ist sein Hobby -  BMX-Fahren - und damit einhergehende Verletzungen.

Den Führerschein möchte Marcel Hanisch jetzt machen und das Auto behalten. Seine erste Reise im neuen Wagen? Ein konkretes Ziel hat er nicht. „Das wird wahrscheinlich nur mal so eine Rundfahrt“, sagt er. Die Aktion „Code im Deckel“, mit dem der Görlitzer den Hauptpreis gewann, geht am heutigen Mittwoch in eine neue Runde. Ein Auto steht dann nicht mehr als Hauptgewinn an, aber andere Preise. „Es geht auf jeden Fall wieder los“, sagt Landskron-Geschäftsführer Uwe Köhler.

Brauerei setzt mehr Flaschenbier ab

Die Brauerei hat dabei - wie andere Unternehmen - mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. „Unser Fassbier-Absatz ist wegen der geschlossenen Gaststätten nahezu bei Null“, sagt Uwe Köhler. Kompensiert,  aber nicht ausgeglichen,  wird die Misere durch einen gesteigerten Verkauf von Flaschenbier. Kurzarbeit ist inzwischen auch in der Brauerei angesagt, so der Geschäftsführer. „Aber wir produzieren und sind froh darüber“, sagt Uwe Köhler. Das kulturelle Angebot in der Brauerei ist inzwischen ausgesetzt, das Besucherzentrum geschlossen. Die Investition in ein kleines Theater im Garten der Verwaltung wurde zurückgestellt. Andere Investitionen passieren hingegen planmäßig: der Austausch der Tanks. Im September kommen die nächsten.

Marcel Hanisch will inzwischen weiter Kronkorken sammeln und scannen. „Ja, ich mag Landskron schon ganz gern“, schmunzelt er. Jetzt macht er sich aber erst einmal Gedanken darüber, wo sein neuer vierrädriger Untersatz sicher bleiben kann, bis der Führerschein da ist. Eine Garage muss her. In Görlitz sei das schon angebracht.

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