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Görlitzer OB auf Abschiedstour

Siegfried Deineges Tage im Rathaus sind gezählt.  Wie er den Wechsel vollzieht, zeigt nochmal: Dieser OB hatte Stil. 

SZ-Redaktionsleiter Sebastian Beutler übergibt OB Siegfried Deinege zum Abschied aus dem Amt eine Sonderseite der SZ.
SZ-Redaktionsleiter Sebastian Beutler übergibt OB Siegfried Deinege zum Abschied aus dem Amt eine Sonderseite der SZ. © Foto: Nikolai Schmidt

Es sind Tage des Abschieds für den Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege.  An diesem Dienstag vor sieben Jahren übernahm er sein Amt als neuer Oberbürgermeister. 

Erst tags zuvor war er aus Brasilien zurückgekehrt, wo er ein neues Werk für den kanadischen Transporttechnik-Konzern Bombardier ins Laufen bringen musste. Der verzögerte Amtsantritt sorgte damals für Stirnrunzeln bei manchem, für Verärgerung bei seinem Vorgänger, der pünktlich aus dem Amt schied und seinem Nachfolger ein leeres Büro übergab. Deinege pflegt auch beim Abschied einen anderen Stil als sein Vorgänger, er hat es freilich auch leichter, weil er nicht bei der OB-Wahl unterlag. Deinege trat einfach nicht wieder an: Sieben Jahre sind genug.

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In den vergangenen Tagen gaben sich Vertreter des öffentlichen Lebens nun die Klinke im OB-Büro in die Hand: Im 15-Minuten Abstand verabschiedeten über 60 Persönlichkeiten den OB: Bürgermeister von Umlandgemeinden und Städten des Sechsstädtebundes, der Landrat, Vertreter von Staatsanwaltschaft und Polizei, der katholische Bischof und die evangelische Generalsuperintendentin, Schulleiter und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften, Segelvereine und der Stadthallen-Förderverein, der Chef der Sparkasse und der Hochschule, zahlreiche Unternehmer und selbst Antoinette, die mit ihrer Ausstellung in der Stadthalle für Aufsehen gesorgt hat, kam noch einmal nach Görlitz. Für die SZ übergab der Görlitzer Redaktionsleiter Sebastian Beutler eine SZ-Abschieds-Sonderseite: „Danke für sieben Jahre“ titelte die Redaktion und schrieb: „Es war ein großes Abenteuer: ein Manager als Rathauschef. Kann das gutgehen?

Nun ja, fast immer ist es gutgegangen. Die Stadt ist vorangekommen, auch dank Deineges Anstrengungen.“

Siegfried Deinege freilich dreht noch weitere Abschiedsrunden: Mit Stadträten und Ortschaftsräten, sachkundigen Einwohnern, für seine Amtsleiter und sein engstes Team um Büroleiter Ronny Blümke und persönliche Mitarbeiterin Ina Rueth – die beiden blieben all die sieben Jahre an Deineges Seite. Was sie künftig machen werden, ist noch offen.

Am Dienstag zieht Deinege nun eine Bilanz vor Journalisten. Doch seine Amtszeit enden wird offiziell erst am 31. Juli. Zwei Themen will er bis dahin noch klären: den Standort für den Modellpark Bauen 4.0 und die Naturschutzzonen am Berzdorfer See. 

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