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Görlitzer Schüler erobern neue Sporthalle

Zweitklässler der Nikolaigrundschule sind die ersten Nutzer der Halle an der Jägerkaserne. Die ist offiziell fertig, aber ein bisschen gebaut werden muss noch. 

Kinder der Klasse 2b der Nikolaigrundschule erhalten ihre erste Einweisung in die neue Sporthalle.
Kinder der Klasse 2b der Nikolaigrundschule erhalten ihre erste Einweisung in die neue Sporthalle. © Nikolai Schmidt

Ein bisschen aufgeregt sind sie schon. Die Zweitklässler von der Nikolaigrundschule dürfen als allererste offiziell rein in die neue Sporthalle an der Hugo-Keller-Straße, direkt neben der Jägerkaserne. Am Montag waren dort schon Vereine aktiv. Später am Dienstag sind noch die „Großen“ dran, die Achtklässler von der Oberschule Innenstadt. Dienstagmorgen, 8 Uhr, es ist ein eher kleiner Bahnhof für ein großes Ereignis für den Sport in der Stadt. Die neue zweizügige Sporthalle, lange erwartet und lange gebaut, öffnet. „Ja es war ein langer Weg“, sagt Kerstin Poost vom Bauamt der Stadt. Sie hat das Vorhaben begleitet.

Als nach dem Hochwasser 2010 die Hirschwinkelhalle mehr nutzbar war, musste eine Alternative her. Im März 2017 begann der Bau. Und drohte zuweilen, im Chaos zu enden. Es gab Zeitverzug, der Winter brach ein, eine zweite Baufirma wurde angeheuert, ein mittelalterlicher Wehrturm auf dem Baugelände gefunden. Letzteres freute zumindest die Archäologen aus der Landeshauptstadt. So oder so: Die Kosten stiegen. Ursprünglich war die Sporthalle mit 5,7 Millionen Euro veranschlagt. Vier Millionen Euro waren als Fördermittel eingeplant. „Zusätzliche 1,2 Millionen Euro konnten noch eingeworben werden“, sagt Kerstin Poost. Insgesamt kostet die neue Sporthalle, die den Namen „Emil von Schenkendorff“ trägt, 9,2 Millionen Euro.

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OB Octavian Ursu schnitt mit Kindern der Nikolaigrundschule und der Oberschule Innenstadt das rote Eröffnungsband durch.
OB Octavian Ursu schnitt mit Kindern der Nikolaigrundschule und der Oberschule Innenstadt das rote Eröffnungsband durch. © Nikolai Schmidt

Entstanden ist eine Halle, die nicht nur für den Schul- , sondern auch für den Vereinssport in der Stadt genutzt werden kann. Ingolf Schneider hat natürlich zuerst „seine“ Kinder im Blick. „Endlich nicht mehr laufen, endlich kein weiter Weg mehr mit kleineren Kindern in die Jahnsporthalle. „Das haben wir nun neun Jahre lang hinter uns“, sagt der Leiter der Nikolaigrundschule. Er erinnert sich an das Hochwasser 2010. „Das Wasser stand abends 1,60 Meter hoch in der Halle am Hirschwinkel“, schildert er. Zum Retten war damals nicht viel geblieben. Thomas Warkus, Leiter der Oberschule Innenstadt, hatte sich schon vor der Eröffnung in der Sporthalle umgeschaut. „Ein Funktionsgebäude, dass sich aber perfekt einfügt“, findet er. Die beiden Schulen, die nun unter anderem die Halle nutzen, planen in Zukunft eine stärkere Zusammenarbeit, sagen die Leiter. 450 Zuschauer werden künftig bei Sportveranstaltungen Platz finden, allein 199 auf der Traverse. Hier gibt es auch vier Plätze für Rollstuhlfahrer. „Es ist zudem möglich, das Spielfeld mit Sitzgelegenheiten auszustatten. Es handelt sich also nicht nur um eine Sport- sondern um eine regelrechte Veranstaltungshalle“, sagt Kerstin Poost. Vor allem für schulische Veranstaltungen seien die Räumlichkeiten geeignet.

Die Wärme in den kühleren Jahreszeiten bezieht die Halle direkt aus der Jägerkaserne, sie ist angeschlossen. Für die Versorgung mit warmen Wasser gibt es eine dezentrale Lösung. Ganz fertig ist das Gelände rund um die Halle allerdings noch nicht. „Restarbeiten im Außenbereich“, so beschreibt es Kerstin Poost. 60 neue Parkplätze entstehen beispielsweise, zudem eine Garage mit 55 Stellplätzen. „Öffentliche Parkflächen“, wie die Bauamtsmitarbeiterin betont.

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