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Görlitzer Schüler radeln bis an die Ostsee

Die Fahrradtour fordert den Kindern viel ab. Die Erlebnisse unterwegs entschädigen für die Strapazen. Die Schüler beobachteten sogar Biber in der Oder.

Symbolbild
Symbolbild ©  dpa

Am Dienstag erreichen die Neißegrundschüler ihr Ziel: Stubbenfelde auf Usedom. Sie haben sich am 8. Juli von Görlitz aus auf den Weg gemacht. In Etappen zwischen 40 und 60 Kilometern fahren sie mit dem Fahrrad auf dem Oder-Neiße-Radweg bis an die Ostsee. Mit dabei sind auch Grundschüler aus Rothenburg.

Für die Schüler ist das eine völlig neue Erfahrung. Sie sind das erste Mal auf so einer langen Tour unterwegs mit dem Rad, einige auch erstmals ohne Eltern in den Ferien. Ramona Buchert, eine Erzieherin aus der Neißegrundschule, berichtet, dass die Stimmung trotz der Anstrengung in der Fahrradgruppe gut ist. „Kräftemäßig können die Mädchen und Jungen die Tour gut bewältigen“, sagt sie. Die schönen Eindrücke und Erlebnisse unterwegs motivieren die Viertklässler, die mit dem neuen Schuljahr alle andere Schulen besuchen werden. „Sie sehen viel von der Natur, machen ganz neue Erfahrungen, zum Beispiel, dass man sich mit Seifenkraut tatsächlich waschen kann“, schildert Frau Buchert. Das haben die Kinder bei einer Kneipp-Anwendung kennengelernt. „Dieses Erlebnis passte ganz gut, denn die Neißegrundschule ist eine Ganztagsschule mit einem Kneipp-Konzept“, ergänzt sie.

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In Altglietzen haben die jungen Rad-Fernfahrer Station auf einem Reiterhof gemacht.
In Altglietzen haben die jungen Rad-Fernfahrer Station auf einem Reiterhof gemacht. © Ramona Buchert

Auf ihrer Tour haben die Kinder eine Menge gesehen, unter anderem haben sie das Panzer-Denkmal in Rothenburg bestaunt und sich über eine Biberfamilie in der Oder gefreut. Und sie haben erlebt, wie es sich im Regen fährt. Über ihre Erlebnisse berichten sie mit vielen Fotos im Internet.

„Das Gemeinschaftsgefühl unter den Kindern ist groß“, berichtet Ramona Buchert. Sie helfen sich gegenseitig. Manchmal fällt es ihnen noch schwer, sich selbst zu organisieren, auch das ist eine neue Erfahrung für die Schüler. Alle Kinder helfen abends beim Kochen mit. Tagsüber gibt es einen Imbiss von unterwegs. „Das klappt gut“, bestätigt Ramona Buchert. Die Schüler übernachten in Zelten, die sie täglich auf- und abbauen. Auch das bewältigen sie prima. „Nur mit der Ordnung hapert es mitunter, sodass wir zum Beispiel Kochutensilien am nächsten Tag in den Taschen suchen müssen“, so die Erzieherin.

Bis zum Sonnabend erholen sich die Radler auf Usedom. Sie wollen unter anderem in der Ostsee baden, Karls Erdbeerhof und eine Kuriositäten-Ausstellung in Peenemünde besuchen. Zurück geht es mit dem Bus, der die Radler auf der Tour begleitet hatte. Einige Kinder werden von ihren Eltern abgeholt und starten mit ihnen von Usedom aus in den Urlaub.

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