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Goethe-Schüler bauen sich ihren neuen Schulhof

Die Schüler entwarfen vier Modelle. Nun entscheiden sie, welches gebaut wird. Und auch das machen sie dann selbst.

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© Norbert Millauer

Von Heike Sabel

Erst drinnen, dann draußen: Nachdem in den vergangenen Jahren viel in die Ausstattung der Goethe-Schule investiert wurde, kommt nun der Schulhof dran. Hier verbringen die Schüler auch ihre Hof- und Mittagspausen. Doch so richtig cool ist der Hof nicht, sagen die Schüler, die gestern früh hier vor dem Unterricht warten. Noch nicht, denn das soll sich jetzt ändern, sagt Schulleiter Thorsten König.

Die Situation: Vier Sitzgruppen, eine Tischtennisplatte und noch viel Platz

Die Goethe-Oberschule ist eine große Schule mit vielen Schülern. Aus Sicherheitsgründen wurde der Wartebereich schon von der Ernst-Thälmann-Straße in den Schulhof verlegt. Hier stehen bisher an der Seite zur Schulstraße vier überdachte hölzerne Sitz- und

Die Vorschläge: Ideen zum Sitzen,

Liegen, Ausruhen und Anlehnen

Gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt gibt es in diesem Schuljahr wieder einen Kurs „Freizeitplätze gestalten“. In diesem arbeiten 16 Schüler der siebenten bis neunten Klassen mit. Sie haben die Modelle im Maßstab von 1:10 entworfen.

Modell A: Es gestaltet eine Fläche von vier mal acht Metern und ist damit das größte. Das Modell kombiniert mit verschiedenen Balken viele Möglichkeiten zum Sitzen, Anlehnen und in der Sonne liegen. In der Mitte gibt es einen weiteren Bereich zum Sitzen u

Modell B: Die überdachte Bank- und Tischgruppe setzt die vorhandenen Elemente auf dem Schulhof fort. Es gibt jedoch auch noch einen Sitzbereich außerhalb der Überdachung.

Modell C: Vier unterschiedlich hohe Sitz- und Liegeflächen sind miteinander kombiniert. Die viereckigen Formen der Ebenen könnten jedoch auch zum Darüberlaufen und Herunterspringen animieren.

Modell D: Es ähnelt dem vorhergehenden Modell, nur sind hier die Flächen dreieckig.

Die Entscheidung: Derzeitige und

künftige Schüler stimmen ab

Alle Klassen der Goethe-Oberschule stimmen für ein Modell. Außerdem können morgen die Viertklässler, die zum Tag der offenen Tür die Schule besuchen, mit abstimmen. Bereits zum Schnuppertag wurden den Viertklässlern der Heidenauer Grundschulen die Modelle gezeigt. Namen der Schüler stehen bewusst nicht daran. Damit will Schulleiter Thorsten König verhindern, dass persönliche Sympathien oder Antipathien eine Rolle spielen.

Die Umsetzung: Im März geht es los, Einweihung noch vor Schuljahresende

Sind Anfang März alle Stimmzettel abgegeben und ausgezählt, gibt es einen Favoriten. Der kann durchaus auch eine Mischung aus Elementen verschiedener Varianten sein, sagt König.

Der Wunschvorschlag wird dann mit der Stadt Heidenau besprochen und soll bereits ab März umgesetzt werden. Da Material- und Personalkosten der Arbeiterwohlfahrt durch ein europäisches Förderprojekt bezahlt werden, muss nicht das Geld entscheiden. Nur für

Die Schüler werden ihr Modell im Rahmen des Kurses selbst bauen – sie werden messen, sägen, streichen, ölen, zusammenbauen und für den Transport wieder zerlegen und dann auf dem Schulhof wieder aufzubauen. Bis zum Schuljahresende soll alles fertig sein.

Vielleicht ist der neue Schulhof ja schon zum Sommernachtsball in der letzten Schulwoche fertig, sagt König. Das wäre ein toller Anlass zur Einweihung.

Tag der offenen Tür, 12. Februar, 17 bis 20 Uhr