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Goldrausch in Polen

Bei Lubañ, Wleñ und Lwówek will eine amerikanische Firma nach dem Edelmetall suchen. Ob es gefördert wird, ist offen.

Von Klaus-Peter Längert

Knapp 350 Tonnen Gold werden nach Auskunft des Staatlichen Geologischen Instituts Polens im Nachbarland vermutet. Beträchtliche Mengen auch in der Region Niederschlesien. Diese Aussagen haben ausländische Unternehmen, so die US-amerikanische Firma Aramante Investiment bewogen, über ihren polnischer Ableger in Krakau im Februar 2014 sieben Suchkonzessionen zu beantragen.

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Eine dieser Erlaubnisse betrifft offenbar Lagerstätten im Umfeld von Lubañ (Lauban) und Wleñ (Lähn) wie auch Bereiche bei Lwówek (Löwenberg). Relevant für die amerikanischen Goldsucher könnte die Lagerstätte um die Ortschaften Klecza (Hussdorf)-Radomice (Wünschendorf) und Nielesko (Waltersdorf) werden. Etwa 100 Tonnen umfassen die dort in Quarzadern lagernden Bestandteile des Edelmetalls. Einzelne Adern enthielten auf einer Länge einiger Hundert Meter eine Ausbeute von einigen Hundert Kilo Gold. Die eine, namentlich als „ Trost des Bergmanns“ bezeichnete Ader zieht sich über eine Länge von zwei Kilometern in einer Tiefe von 200 Metern hin. Sie hat eine Dicke von 25 Zentimetern und könnte bis zu 364 Kilo Gold enthalten.

Ergiebiger könnte sich die Ader „Wanda“ erweisen – sie ist 320 Meter lang und der geschätzte Ertrag bewegt sich nach Expertenmeinung zwischen 544 und 800 Kilo. Nach Auffassung des Geologen Stanislaw Mikulski könnten es noch etwa 100 Tonnen mehr werden als bislang vermutet. Um sicherzugehen, ob sich Gold im Quarzgestein verbirgt, sind ganze Serien von Erkundungsbohrungen in Tiefen von 100 bis 300 Meternnotwendig. Erst solche kostenaufwendigen Investitionen geben Antwort auf die Frage, wie viel Gold verbirgt sich tatsächlich in Radomice (Wünschendorf), so Mikulski.