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Sebnitz

Goll’sches Rad dreht sich wieder

Der Traditionswettbewerb kehrt zurück. Seinen Ursprung nahm er 1768 ebenfalls in Neustadt.

Anja Raum und Thomas Gerstenberg haben den Wettkampf gewonnen.
Anja Raum und Thomas Gerstenberg haben den Wettkampf gewonnen. © Dirk Zschiedrich

Mit dem Goll’schen Rad kam am Sonntag auch der Frühling nach Neustadt zurück. Auf einen winterlichen ersten Frühlingsfesttag folgte ein sonniger zweiter mit vielen Besuchern. Nach einem Jahr Pause konnten die sich auch über einen Traditionswettbewerb freuen. 

Das Goll’sche Rad dreht sich wieder, ein Wettbewerb der besonderen Art. Kurz nach dem Mittag versammeln sich am Untermarkt die ersten Neugierigen. Die Strecke ist mit Strohballen geschützt, damit die schweren Holzräder, sollten ihre „Treiber“ sie verlieren, niemanden verletzen. Der Parcours ist reichlich 150 Meter lang und geht von der Ecke Bischofswerdaer Straße bis in Höhe des Kinos. 

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Die Vertreter der sechs Teams, vier Männer- und zwei Frauenteams, sind bereits da. Vor dem Start gibt es eine Schluckimpfung, verabreicht von Apotheker Jens Lohmann. Natürlich ist es Fassbrause, denn der Wettbewerb ist zwar in erster Linie Gaudi, von den Teilnehmern verlangt er dennoch Kondition.


Die Starter müssen im direkten Duell ein Wagenrad mit nur einer Hand vorantreiben. Wer es schneller ins Ziel schafft, kommt eine Runde weiter. Dem schnellsten Radroller winkt der Wanderpokal, ein kleines Goll’sches Rad. Den konnten 2017 Anja Raum vom SSV Langburkersdorf für die Frauen und Steffen Raum vom Schimmscher Heimatverein für die Männer mit nach Hause nehmen. Letzterer war am Sonntag nicht am Start, obwohl sich das Vizemeister Thomas Gerstenberg gewünscht hätte.

Denn er wollte Steffen Raum unbedingt den Pokal abluchsen. Dennoch war die Konkurrenz groß: durchtrainierte Männer und Frauen der Feuerwehren aus Neustadt, Langburkersdorf, Krumhermsdorf, dem SSV Langburkersdorf und der AG Schiebocker Tage 2,0. Ähnlich groß die Konkurrenz auch bei den Frauen, mit der Spitzen-Treppenläuferin Annett Kade. Zwischen den Wertungsläufen gibt es von Moderator Mirko Biebaß Hintergründe und Geschichten rund um das Goll’sche Rad, das auf eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 1768 beruht und auf den Neustädter Wagenmeisters Michael Goll zurückgeht.

Er wettete und schaffte es, ein Rad in sieben Stunden zu bauen und nach Dresden zu rollen. Soweit hatten es die Wettbewerbsteilnehmer zwar nicht. Am Ende war ihnen dennoch die Anstrengung anzusehen. Thomas Gerstenberg gelang es tatsächlich, den Wanderpokal 2019 mit nach Hause zu nehmen. Bei den Frauen konnte Anja Raum den Titel verteidigen.

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