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Gottesdienst mit Abstand

Maximal 15 Gläubige dürfen die Kirchen in Sachsen gleichzeitig betreten. Die Vorschrift setzen die Pfarrer in der Region Döbeln ganz unterschiedlich um.

Ungeplant werden am Sonntag auch in der Kirche Grünlichtenberg zwei Gottesdienste angeboten.
Ungeplant werden am Sonntag auch in der Kirche Grünlichtenberg zwei Gottesdienste angeboten. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Durchschnittlich begrüßt der Waldheimer Pfarrer Reinald Richber sonntags etwa 30 Gläubige zum Gottesdienst. Der musste in den vergangenen Wochen komplett ausfallen. Nach den ersten Lockerungen dürfen die Pfarrer vorerst nur vor maximal 15 Gemeindegliedern sprechen.

Damit alle die Möglichkeit haben, den Gottesdienst zu besuchen, gibt es in Waldheim zwei ganz kurze, um 10 Uhr und 10.30 Uhr. „Dann müssen diejenigen, die am Ersten nicht teilnehmen können, nicht so lange warten“, meint Richber. Michael Kreskowsky werde außerdem zu denselben Zeiten Gottesdienste in der Kirche in Grünlichtenberg anbieten, die ursprünglich nicht geplant waren. In den Dörfern erfolge der Gottesdienst nach Plan.

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Im Saal werden die Stühle weiter auseinander gestellt, so dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Der Gottesdienst beschränke sich voraussichtlich auf die Predigt, ein Gebet und die Musik zum Ein- und Ausgang. Gesungen werde nur begrenzt oder gar nicht. „Außerdem werden alle gebeten, Schutzmasken mitzubringen“, so Richber.

Auch die Schwesterkirchgemeinden des Striegistals haben sich auf mehrere kleine Gottesdienste geeinigt, so Pfarrer Heiko Jadatz. Die sind in Roßwein um 9 und 10 Uhr und in Niederstriegis um 10.30 Uhr geplant. Donnerstags werden um 8 und um 18 Uhr Andachten angeboten. Ob diese Regelung beibehalten wird, entscheide, wie die Gottesdienste am Sonntag angenommen werden. In Roßwein kommen normalerweise etwa 30 Gläubige und in Niederstriegis zehn.

Mit Gesangbüchern, von denen jeweils drei auf jeder dritten Bank liegen, will Jadatz den geboten Abstand regulieren. Nur dort sollen die Gläubigen Platz nehmen. Darauf werden sie am Eingang hingewiesen. Der Gottesdienst werde aus der Lesung eines Bibeltextes, der Predigt, einem Gebet, dem Vaterunser, dem Segen sowie Orgelmusik und Gesang bestehen und eine reichliche halbe Stunde dauern. Eine Mundschutzpflicht bestehe nicht. Ob er einen solchen nutzt, könne jeder selbst entscheiden.

Die sieben Kirchen, die Pfarrer Reinhard Mehnert rund um Ostrau betreut, haben zwischen 250 und 800 Sitzplätze. „Da lassen sich die Abstandsregeln gut umsetzen“, meint er. In drei werden am Sonntag Gottesdienste gefeiert: in der Sommerkirche Mochau um 8.30 Uhr, in Ostrau um 10 Uhr und in Hof um 14 Uhr. Wie genau die Gottesdienste ablaufen sollen, dazu wolle die Landeskirche am Donnerstag Ausführungsbestimmungen festlegen. „Daran werden wir uns halten“, so Mehnert.

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Die Gläubigen der Kirchgemeinden Hartha, Gersdorf, Zschoppach und Leisnig-Tragnitz-Altenhof können sich telefonisch in den jeweiligen Pfarrhäusern nach den Gottesdiensten erkundigen. Orte und Zeiten werden auch auf den Internetseiten der Gemeinden und an den Aushängen der Friedhöfe veröffentlicht. „Außer in Nauhain sind in allen Gemeinden kurze Gottesdienste geplant, in Hartha und Gersdorf jeweils zwei“, sagt Pfarrerin Maria Beyer. 

Sie habe die Erfahrung gemacht, dass vielen Menschen die Begegnung fehlt und sie sich wünschen, dass sie die Gottesdienste wieder besuchen können. Die Kirchen seien groß genug, um Abstand halten zu können. Sie vertraut darauf, dass dafür eine Bitte an die Gläubigen reicht und keine besonderen Vorkehrungen nötig sind. Die Besucher sollten einen Mundschutz dabei haben.

Die Gläubigen der Kirchgemeinden Döbeln und Technitz-Ziegra werden gebeten, einen Mundschutz mitzubringen. Außerdem sollten sie sich unter Telefon 0170 2881392 für eine Teilnahme anmelden. Das erleichtere die Organisation, so Pfarrer Lutz Behrisch. Geplant sind Gottesdienste in St. Nicolai Döbeln am Sonnabend um 10.30 Uhr und Sonntag um 10.30 Uhr und 11.15 Uhr. Parallel zu dem ersten Sonntagsgottesdienst erfolgt ein Kindergottesdienst. 

In der Kirche Ziegra sind Gläubige am Sonntag um 9.30 Uhr und in der Kirche Technitz um 10.30 Uhr willkommen. „Wir bieten die Gottesdienste auch weiterhin als Hörgottesdienst unter www.kirchgemeinde-doebeln.de oder per Telefon unter 03454 83417916 an“, so Behrisch.

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