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Gottleuba soll 24-Stunden-Rettungsstelle bekommen

Die Forderung steht. Keiner hat was dagegen. Doch wo werden Fahrzeug und Mitarbeiter stationiert?

© Uwe Soeder

Von Heike Sabel

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Jeden Abend das Gleiche: Nach 16 Stunden fährt das DRK-Rettungsfahrzeug vom Gesundheitspark Bad Gottleuba nach Pirna, um am nächsten Morgen wieder zurück nach Gottleuba zu fahren. So ist es derzeit im Bereichsplan vorgesehen. Der aber soll sich ändern. Dann steht das Fahrzeug rund um die Uhr in Bad Gottleuba und fährt von dort zu seinen Einsätzen. Beschlossen hat das der Kreistag schon im Dezember, wirksam wird der neue Plan jedoch erst zum 1. August 2016.

Zu diesem Termin enden die derzeitigen Verträge des Kreises mit den Partnern, im Fall von Gottleuba dem DRK. Die Leistungen wurden neu ausgeschrieben, seit dieser Woche führt der Landkreis mit den Bewerbern Gespräche. Wann die Entscheidung fällt, wer künftig zuständig ist, ist abhängig von den Verhandlungen, teilt der Kreis mit, ohne einen Termin zu nennen. Am Ende muss der Kreistag entscheiden. Auf jeden Fall müssen die Vertragspartner ausreichend Zeit haben, um bis zum 1. August 2016 die Voraussetzungen zu schaffen. Und das ist für Bad Gottleuba eben das Finden eines Standortes für das Fahrzeug und die Retter. An den werden aufgrund der Rund-um-die-Uhr-Besetzung auch andere Anforderungen gestellt. So muss es Ruheräume und Duschen geben, normale und solche nach besonderen Einsätzen. Wie sehen das die Beteiligten?

Die Stadt: Angebot zur

Unterbringung gemacht

Für Bad Gottleuba-Berggießhübel und das Osterzgebirge ist der 24-Stunden-Rettungsdienst natürlich ein Plus. Die Stadt habe deshalb angeboten, im Zuge des Ausbaus des Feuerwehrgerätehauses einen Platz für das Rettungsfahrzeug und die Retter zu finden, sagt

Die Klinik: Überrascht und

um Möglichkeiten bemüht

Die Gottleubaer Klinik ist überrascht. Man habe von den bevorstehenden Änderungen noch gar nichts gewusst. „Selbstverständlich wären wir bemüht, die Anforderungen für die 24-Stunden-Wache im Rahmen unserer Möglichkeiten umzusetzen“, sagt Sprecherin Franzi

Der Landkreis: Rettungswachen

sind Sache der Partner

Alles, was künftig mit der Einsatzbereitschaft rund um die Uhr verbunden ist, steht in der Ausschreibung und dann im Vertrag. Für die Erfüllung ist der Partner zuständig, sagt der Kreis. Wer also den Zuschlag für Gottleuba erhält, muss sich um alles ander

Das DRK: Beteiligung an der Ausschreibung erwogen

Das Pirnaer DRK unterhält derzeit neben der Rettungswache in Bad Gottleuba auch die in Pirna und Bad Schandau, hält sich aber bedeckt. Man begrüße die Erweiterungen beim Rettungsdienst, sagt Geschäftsführerin Ilka Pohl. Der DRK-Kreisverband stehe deshalb auch zu seiner bisherigen Verantwortung. Zur Frage, ob sich das DRK an der Ausschreibung beteilige, sagt Ilka Pohl: „Es spricht nichts dagegen, sich an einem solchen Verfahren zu beteiligen.“

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