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Graben versperrt Weg zu Grundstücken

Die Zufahrtswege zu den Feldern am Höllenweg sind nach der Sanierung verschwunden. Die Landeigentümer sind sauer.

Von Anja Weber

Wer links und rechts des Höllenweges Wiesen oder Wälder besitzt, kann diese derzeit nur mit großer Mühe befahren, weil der Überweg fehlt. Hartmut Kranz ist einer der Betroffenen. Die Straßengräben wurde beim Ausbau der Straße vom Abzweig Sense bis zur Kreuzung Goßdorf/Waitzdorf durchgängig gezogen. Damit würden jetzt die Zufahrten zu Waldwegen und zu den Grundstücken fehlen, sagt er. Den Landeigentümern ist der Weg abgeschnitten. Einige haben sich bereits selbst geholfen und die Zufahrten aufgeschüttet. Doch damit sind die Gräben zu, Wasser kann nicht mehr ablaufen. Eine Dauerlösung ist das nicht, sagt Hartmut Kranz. Das Problem allerdings ist, die Straße wurde bereits am 16. August durch den Landkreis abgenommen. Damit dürfte es schwierig werden, jetzt noch Bauarbeiten in diesem Bereich nachträglich erledigen zu lassen. Deshalb zeigt sich Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD) angesichts der späten Kritik auch etwas frustriert. „Weder dem Landratsamt noch mir waren die Beschwerden der Landeigentümer bekannt. Erst jetzt kamen Hinweise zu Problemen“, sagt er. Er nimmt sich jetzt der Sache an. Und auch das Landratsamt hat bereits reagiert. Um den Sachverhalt zu prüfen, wird es einen Vor-Ort-Termin geben mit Landratsamt, Stadtverwaltung und Landeigentümern. Erst danach könne das Landratsamt Aussagen zu möglichen beziehungsweise erforderlichen Leistungen treffen, sagt Martina Fehrmann Abteilungsleiterin Straßenbau im Landratsamt.

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Die Betroffenen allerdings beteuern, dass sie sich bereits während der Bauphase bei der Baufirma gemeldet beziehungsweise sich auch an das Landratsamt gewendet haben. Sie hoffen nun, dass der Termin am Höllenweg etwas bringt und sie künftig wieder ungehindert zu ihren Ländereien können.

Seit Mitte August dieses Jahres ist die Trasse als wichtige Verbindung in die Ortsteile Goßdorf, Kohlmühle und Waitzdorf von Hohnstein aus wieder frei. Die Bauarbeiten waren notwendig, weil auch hier im August 2010 starker Regen niederging und das Wasser Bereiche neben der Straße unterspülte. Infolgedessen brach ein Teil der Trasse ein. Rot-weiße Baken warnten fortan vor der Engstelle, der Höllenweg war an dieser Stelle gerade noch so breit, dass ein Linienbus vorbeipasste. Allerdings wusste keiner, wie lange die restliche Straße halten würde. Der Abschnitt in Richtung der Kreuzung nach Goßdorf/Waitzdorf glich seit Längerem eher einem Feldweg denn einer Straße. Ab Mitte Oktober 2012 ließ der Kreis die marode und einsturzgefährdete Trasse sanieren. Fachleute errichteten an der beschädigten Böschung entlang des Höllenweges eine neue, rund 130 Meter lange Stützmauer. Im Stützwandbereich erneuerten sie zudem die Straße auf einer Länge von etwa 170 Meter und bauten sie grundhaft aus. Ebenfalls setzten die Bauleute die weiterführende Trasse bis zur Kreuzung, wo die Straßen nach Goßdorf, Waitzdorf und Lohsdorf abzweigen, instand. Das Vorhaben kostete insgesamt rund 675 000 Euro. Der Freistaat förderte das Projekt mit etwa 587 000 Euro.