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Graffiti trifft Expressionismus

Am Sonnabend wird am Roten Haus der Kunstsommer 2019 eröffnet. Besucher können in den nächsten Wochen bei einem Projekt selbst zur Dose greifen.

Der Bildhauer Tillmann Richter, der Graffiti-Künstler Sebastian Bieler und der Maler Matthias Haase (v.l.n.r) gestalten den ersten Teil des diesjährigen Moritzburger Kunstsommers am Roten Haus.
Der Bildhauer Tillmann Richter, der Graffiti-Künstler Sebastian Bieler und der Maler Matthias Haase (v.l.n.r) gestalten den ersten Teil des diesjährigen Moritzburger Kunstsommers am Roten Haus. © Arvid Müller

Friedewald. Zum siebenten Mal findet am Dippelsdorfer Teich der Kunstsommer Moritzburg statt. Veranstaltet wird er von der gemeindeeigenen Kulturlandschaft Moritzburg GmbH (KLM). Bis Ende September werden dabei wieder verschiedene Künstlerinnen und Künstler am Roten Haus arbeiten und ihrer Werke präsentieren. Auf geschichtsträchtigem Boden. Schließlich fanden hier vor gut einhundert Jahren Mitglieder der Künstlergruppe „Die Brücke“ die Freiheit und Inspiration, die sie für ihr expressionistisches Malen suchten.

In diesem Jahr soll mit dem Kunstsommer auch wieder an ihr Schaffen erinnert werden. Drei Künstler – Sebastian Bieler (Graffiti), Tillmann Richter (Bildhauer) und Matthias Haase (Maler) – gestalten den ersten Teil und werden ihn am Sonnabend ab 14 Uhr mit gemeinsamen Angeboten eröffnen. „Wir wollen einen kreativen Tag für die ganze Familie gestalten“, sagt Sebastian Bieler. „Jeder, der möchte, kann sich in unseren Arbeitstechniken ausprobieren.“

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So sieht der am Computer entstandene freie Entwurf von Sebastian Bieler für die Collage zur Gestaltung des alten Futterhauses aus. 
So sieht der am Computer entstandene freie Entwurf von Sebastian Bieler für die Collage zur Gestaltung des alten Futterhauses aus.  © Vorlage: S. Bieler

Der Großenhainer hat sich dabei ein ganz besonderes Projekt ausgedacht, an dem Besucher auch an den darauffolgenden zwei Wochenenden mitmachen können. Eine Hommage an die Brücke-Künstler mit seinem künstlerischen Ausdrucksmittel – der Sprühdose. Aus Badeszenen von Bleyl, Heckel und Kirchner hat er am Computer den Entwurf einer Collage geschaffen, die auf Wänden des alten Futterhauses am Teich entstehen soll. Sebastian Bieler wird die Konturen übertragen, „Besucher können sich dann eine Farbe aussuchen und Flächen sprühen.“

Unterstützt werden die Künstler am Sonnabend durch die Freie Célestine Freinet Schule aus Friedewald, die mit selbst gebackenem Kuchen und Spiel- und Kreativstationen aufwartet.

Um 18 Uhr eröffnet Bieler dann den ersten Ausstellungsteil des Kunstsommers 2019. Der Kreis, oder auch der Punkt, scheint für Sebastian Bieler eine bedeutsame Rolle zu spielen. In über der Hälfe seiner abstrakten Arbeiten ist dieses Symbol zu finden, und nicht selten ein tragendes Bildelement. Die Ausstellung im Roten Haus zeigt Druckgrafiken und Malereien aus den Jahren 2006 bis 2017. Die Ausstellung ist an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt frei.

Eine Übersicht über die von den beteiligten Künstlern angebotenen Workshops gibt es auf der Internetseite der KLM: www.kunstsommer-moritzburg.de

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