Merken
PLUS Plus

Graupa bekommt ein neues Kitagebäude

Die Einrichtung soll im Frühjahr 2016 fertig sein. Pirna reagiert damit auf die steigenden Geburtenzahlen.

Von Alexander Müller

Wer will fleißige Handwerker sehen? Dieses Kinderlied erschallte am Montag aus vielen jungen Kehlen in Graupa und könnte kaum besser passen. Denn hier auf der Badstraße werden wir sie von nun an sehen: Handwerker, Bauarbeiter und viel Technik. Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke und die Kita-Leiterin Andrea Stenke starteten mit dem ersten Spatenstich den Ersatzneubau der Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Pirnas Ortsteil Graupa.

Anzeige
Die beliebtesten Küchen "made in Germany"
Die beliebtesten Küchen "made in Germany"

Nolte-Küchen überzeugen mit einem hohen Qualitätsanspruch - und passen damit perfekt ins Portfolio des Küchenzentrums Dresden.

Auf dem ehemaligen Sportplatz des TSV Graupa in unmittelbarer Nähe der Grundschule entsteht in den kommenden Monaten ein neues Gebäude mit Außenspielfläche für 48 Kinderkrippen- und 105 Kindergartenplätze. Das neue Areal löst den Altbau der jetzigen Kita nur wenige Hundert Meter entfernt ab und schafft am neuen Standort wesentlich bessere Bedingungen. Durch den Neubau sei man in Graupa nun auch dem Geburtenanstieg gewachsen, der schon einige Jahre anhalte, erklärt der Oberbürgermeister. Die soziale Infrastruktur in Pirna könne sich sehen lassen. Mit dem Baustart der Kita „Regenbogen“ entstehe ein weiteres hochwertiges Betreuungsangebot für die Kleinsten in der Stadt. „Auf weiteren Zuzug von jungen Familien sind wir bestens vorbereitet“, freut sich Klaus-Peter Hanke. Das freut auch die heimische Wirtschaft. „Der Bau zeugt davon, dass es wieder zeitgemäß ist, Kinder zu haben“, sagt Andrea Knüpfer. Ihr Pirnaer Architekturbüro verantwortet die Planung des neuen Kitagebäudes.

Bau soll Wohlfühlklima garantieren

Die zukünftige Kindertagesstätte wird unmittelbar auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Im zweigeschossigen Baukörper soll künftig im gesamten Jahres- und Tageszeitverlauf ein „Wohlfühlklima“ herrschen. Ausreichend Speichermasse im Mauerwerk und außenliegende Rollos im Obergeschoss werden für wohltemperierte Atmosphäre im Gebäude sorgen. Fließende Übergänge vom Freiraum- und Hangbereich in die zukünftige Kita sollen künftig das gelebte naturnahe Konzept des Trägers unterstützen.

Die Räume im Inneren des Gebäudes können bedarfsweise flexibel genutzt oder zu Raumgruppen miteinander verbunden werden. Dadurch wird künftig auch gruppenübergreifende Arbeit möglich sein. Unmittelbar im Eingangsbereich befinden sich Mehrzweckraum, Cafeteria und eine Ausgabeküche. Der Mehrzweckraum kann als Innenspielfläche, Sportraum und Veranstaltungsfläche der Kindertagesstätte genutzt werden. Er erhält eine ballwurfsichere Unterdecke. In den Gruppenräumen wurden in der Planung vor allem die Grundsätze von einerseits Spielen und Bewegen sowie andererseits Ruhe und Geborgenheit beachtet. Die Krippenräume werden über seitlich zugeordnete Schlafräume verfügen. Alle Gruppenräume sind konsequent nach Süden orientiert, sodass sie optimal mit Tageslicht versorgt werden. Große Fenster sorgen für lichtdurchflutete Räume und einen direkten Bezug zum Außenbereich. Die Gruppen-, Sanitär- und Schlafräume, die Cafeteria sowie die Gangbereiche erhalten schallabsorbierende Unterdecken. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Nicht alles davon muss aber Pirna selbst tragen. Der Landkreis fördert die Maßnahme über das Programm Kita-Invest mit rund 900 000 Euro. Im Frühjahr 2016 soll das neue Haus dann fertig sein. Bis dahin haben hier noch die Bauarbeiter und Handwerker das Sagen. Zur Überbrückung bekamen die Kinder aber von der Stadt schon einmal Sandspielzeug geschenkt.