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Radsport-Asse am Neugersdorfer Eiskellerberg

Ein Dachbodenfund in einem Haus im Löbauer Zentrum zeigt ganz besondere Aufnahmen eines DDR-Kultklassikers.

©  Repro: SZ

Ein Dachbodenfund in einem Haus im Löbauer Zentrum brachte jetzt eine Rarität der Radsportgeschichte zutage: In einem Fotoalbum verbargen sich Amateuraufnahmen vom Oberlausitzer Grenzland-Straßenpreis 1960. Christof Falk aus Löbau gewährte der SZ Einblick. Die Bilder zeigen: Dieser Radsport-Klassiker war Kult.

Von 1953 bis 1966 wurde er als Rundstreckenrennen der DDR-Spitzenklasse auf einem 15 Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel in Leutersdorf über Neueibau, Neugersdorf und Seifhennersdorf ausgefahren, immer unter einem bestimmten sportlichen Aspekt. Vor 60 Jahren wurde die Strecke am 7. August unter die Pedalen genommen, als Auswahlrennen der Weltmeisterschaftskader und als Großer Preis der Jugendzeitung „Junge Welt“.

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Allerdings befand sich da der Start (wie auch 1957 und 1962) am Rathaus Neugersdorf (großes Bild). Neben dem zweifachen Weltmeister Gustav Adolf Schur (kleines Bild oben), der von Fotografen und Autogrammjägern dicht umringt wurde, hatten sich elf Weltmeisterschafts- und Olympiakader in die Startliste eingetragen, darunter die Friedensfahrt-Legenden Ampler, Eckstein, Hagen und Weißleder, die auch mehrmals den Neugersdorfer Eiskellerberg als höchsten Punkt der Strecke erklommen (Bild links).

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Den Sieger dürfte allerdings niemand auf dem Zettel gehabt haben. Er hieß Kurt Müller (kleines Bild unten), damals 22 Jahre jung, kam vom SC Dynamo Berlin und war als DDR-Mannschaftsmeister Mitglied der DDR-Nationalmannschaft. Der Gewinn des Grenzland-Preises war einer seiner größten Erfolge. (dD) 

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