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Riesa

Gröditz und Meißen besser für Katastrophen gerüstet

Der Freistaat stattet Helfer im Landkreis mit zwei besonderen Fahrzeugen aus.

Ein Lkw für Meißen, ein Lkw für Gröditz: zwei der neuen Katastrophenschutzfahrzeuge.
Ein Lkw für Meißen, ein Lkw für Gröditz: zwei der neuen Katastrophenschutzfahrzeuge. © SMI

Gröditz/Meißen. Ein Lkw ist rot, der andere weiß: Mit zwei neuen Einsatzfahrzeugen hat der Freistaat am Donnerstag den Katastrophenschutz im Kreis Meißen ausgestattet. Sie gehören zu einer ganzen Flotte von 24 Fahrzeugen (Gesamtwert: 7,6 Millionen Euro), die an der Landesfeuerwehrschule in Nardt übergeben wurden.

Darunter sind elf Tanklöschfahrzeuge, neun Rüst- und vier Gerätewagen. Während die auf Waldbrände spezialisierten Löschfahrzeuge vor allem in Ostsachsen bleiben, erhält die Gröditzer Feuerwehr einen sogenannten Rüstwagen.

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Gehören dem Freistaat, werden aber von hiesigen Feuerwehrleuten bedient: Einer der brandneuen Rüstwagen. 
Gehören dem Freistaat, werden aber von hiesigen Feuerwehrleuten bedient: Einer der brandneuen Rüstwagen.  © SMI

Der Rüstwagen wird bei schweren Pkw- oder Lkw-Unfällen benötigt. Dafür hat er nicht nur hydraulische Rettungsgeräte zum Öffnen von Fahrzeugen an Bord, sondern auch Rettungsplattformen - mit denen man beispielsweise besser an den Fahrerraum eines Lkw kommt.

Umfangreiche Beleuchtungselemente helfen, Unfallstellen auszuleuchten. Und das Notstromaggregat ist so leistungsstark, dass es ein ganzes Gebäude versorgen kann - wenn der Strom mal ausfällt.

Das DRK Meißen erhält dagegen einen sogenannten "Gerätewagen Versorgung", kurz GW-V genannt. Der ist für die Betreuung und Versorgung Verletzter und Erkrankter ausgestattet, wahlweise auch für Einsatzkräfte. An Bord sind ein 40 Quadratmeter großes Luftkammerzelt mit Heizung, Sitzgarnituren, Koch- und Küchenausstattung, Stromversorgung und ein Feldkochherd. 

Lkw mit Blaulicht: Er wird bei den ganz großen Schadenslagen gebraucht - etwa beim Hochwasser.
Lkw mit Blaulicht: Er wird bei den ganz großen Schadenslagen gebraucht - etwa beim Hochwasser. © SMI

"Mit der Anschaffung der hochmodernen Ausrüstung unterstützen wir die ehrenamtliche Arbeit der vielen sächsischen Helfer im Katastrophenschutz", sagt Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU). Das sei eine Investition in die Sicherheit der Bürger.

Der Freistaat Sachsen hat seit 2011 rund 40 Millionen Euro in die Ausstattung der landeseigenen Katastrophenschutzeinheiten investiert. Dabei sind etwa 230 neue Einsatzfahrzeuge angeschafft worden. Bis Ende 2020 ist die Auslieferung weiterer Geräte- sowie Mannschaftstransportwagen und Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuge mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 7,1 Millionen Euro geplant.

Träger der Katastrophenschutzeinheiten sind die Landkreise, Kreisfreien Städte und die privaten Hilfsorganisationen. Derzeit engagieren sich im Freistaat rund 6.700 Helfer ehrenamtlich im Katastrophenschutz. (SZ)

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