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Größter Schandfleck ist verkauft

Das Gebäude am Platz der Freiheit in Heidenau hat einen neuen Besitzer. Der will noch anonym bleiben, plant aber schon.

© Norbert Millauer

Heidenau. Hoffnung für Heidenaus Eingangstor: Das seit Jahren leerstehende und verfallende Wohnhaus am Platz der Freiheit verschwindet. Der neue Eigentümer will sanieren und neu bauen. Die Planung dazu laufe, übermittelt eine Kontaktperson. Der Bauantrag solle im zweiten Quartal dieses Jahres gestellt werden.

Was der neue Besitzer konkret mit dem Gebäude direkt am Nord-Bahnhof vorhat, bleibt ebenso noch ein Geheimnis wie der Besitzer selbst. Es wird davon gesprochen, dass er hinter dem langen Gebäude ein zweites Haus bauen will.

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Die Ventar-Gesellschaft ist aus dem Rennen. Das Immobilienunternehmen hat in Heidenau schon viel saniert, unter anderem das Gebäude am Süd-Bahnhof, und hatte zwischenzeitlich ebenfalls Interesse am Platz der Freiheit bekundet. Der neue Eigentümer hier soll ebenfalls bereits in Heidenau aktiv sein. So groß die Neugier ist, wer sich die Ruine antut, der Name ist vorerst zweitrangig, denn entscheidend ist, dass der wohl größte Schandfleck Heidenaus verschwindet. Seit Jahren hatte der bisherige Eigentümer, die Müller-Weitz Grundstücksverwaltungs-Gesellschaft in Darmstadt, die Stadt immer wieder hingehalten. Die Gesellschaft hatte das Gebäude 1997 gekauft. Damals waren die Wohnungen noch weitgehend vermietet.

Was wird aus der Ruine?

Noch 2001 kündigte der an der Gesellschaft beteiligte Rechtsanwalt Eike Eber die Sanierung der ersten beiden Eingänge an. Von den 42 Wohnungen waren damals noch fünf bewohnt. Das Hochwasser von 2002 gab dem Haus den Rest.

Als das lange Zeit den Platz dominierende Wohngebäude vor nunmehr 77 Jahren eingeweiht wurde, war es modern und schick. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Inzwischen erfolgten einige Sicherungsarbeiten, Fenster wurden zugemauert. Der Zustand im Inneren des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes sei katastrophal, sagen Fachleute.

Heidenau ist gespannt auf das, was nun hier geschieht. Der Zustand kann nur besser werden als er heute ist. (SZ/sab)