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Groitzsch bekommt endlich eine bessere Straße

Die Rothschönberger wird für eine halbe Million ausgebaut. Auch ein Fußweg entsteht.

Von Dieter Hanke

Groitzsch. Ein schon lange von Bürgern sowie Unternehmen des Gewerbegebiets im Ortsteil Groitzsch der Gemeinde Klipphausen gefordertes Straßenbau-Projekt soll in Kürze verwirklicht werden. Die Rothschönberger Straße im Bereich von Getränkehandel Jähnigen bis zum Abschnitt der Bäcker- und Konditorengenossenschaft Sachsen-Brandenburg (Bäko) – das sind etwa 400 Meter –  soll grundhaft ausgebaut werden. Zugleich entsteht auch ein durchgängiger Fußweg, ein Regenwasserkanal wird gelegt und die Straßenbeleuchtung ausgebaut.

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Auf knapp eine halbe Million Euro werden die Kosten der Gemeinde Klipphausen für dieses Vorhaben geschätzt. Die Landesdirektion Sachsen hat Fördermittel in Aussicht gestellt. „Wenn alles klappt, sollen die Arbeiten im Herbst beginnen. Wir hoffen, dass wir den Bau noch in diesem Jahr abschließen können“, sagt Bürgermeister Gerold Mann (parteilos). Die Strecken-Umleitung für Anlieger soll während des Baus über den Gewerbebereich des Groitzscher Hofs erfolgen.

Mit diesem Vorhaben wird außerdem noch ein anderes wichtiges Anliegen erledigt. Die Bäcker- und Konditorengenossenschaft und die Grasdorf Räder GmbH sowie private Grundstücke werden an das zentrale Netz der Abwasserentsorgung in der Gemeinde angeschlossen.

Im vorigen Jahr hatte Klipphausen dafür die Voraussetzungen geschaffen. Es entstand eine etwa zwei Kilometer lange Abwasserdruckleitung von Groitzsch nach Burkhardswalde. Zugleich installierten Bauleute am Standort der alten Kläranlage in Groitzsch noch ein neues Pumpwerk. Dadurch konnte die Kläranlage in Groitzsch abgelöst werden. Diese war völlig verschlissen, die Kommune bekam für deren Betrieb keine Genehmigung mehr von den Behörden.

Seit Anfang dieses Jahres gelangen nun die Abwässer aus Groitzsch über die neue Druckleitung nach Burkhardswalde, dann weiter über eine bereits vor zwei Jahren errichtete Leitung nach Munzig und von dort zur Kläranlage im Ortsteil Roitzschen. Insgesamt 300 000 Euro kosteten die neue Abwasser-Druckleitung sowie eine neue Trinkwassertrasse, die parallel zur Abwasserleitung mit verlegt wurde.

Die Projekte in Groitzsch ordnen sich ein in das Gesamtkonzept der Gemeinde Klipphausen für eine zentrale Abwasserentsorgung in den ländlichen Bereichen, vor allem im Triebischtaler Gebiet. Bis 2018 werden dafür von der Kommune über fünf Millionen Euro bereitgestellt. Einen beachtlichen Anteil an den Erschließungskosten nehmen dabei die Ortsteile Garsebach und Robschütz ein.