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Großalarm am Radebeuler Flüchtlingsheim

Feuerwehren aus Radebeul, Coswig, Friedewald und Weinböhla wurden in die Kötitzer Straße gerufen.

Feuerwehreinsatz am Flüchtlingsheim am Sonntagnachmittag in Radebeul-Naundorf.
Feuerwehreinsatz am Flüchtlingsheim am Sonntagnachmittag in Radebeul-Naundorf. © Archivfoto: Norbert Millauer

Radebeul/Coswig/Weinböhla. Jede Menge Sirenen erschraken die Bürger am ansonsten friedlichen Sonntagnachmittag. Gegen 16 Uhr rückten die Feuerwehren von Radebeul-Kötzschenbroda, von Ost, Wahnsdorf und Lindenau ins Gewerbegebiet Naundorf aus. Alarmiert waren auch die Kameraden in Coswig, Weinböhla und Friedewald.

Der Grund: Feueralarm im größten Asylbewerberheim des Kreises an der Kötitzer Straße in Radebeul-Naundorf.  Frank Gründel, stellvertretender Stadtwehrleiter von Radebeul: "Wir waren in wenigen Minuten vor Ort. Es stellte sich heraus, dass der Brandmelder ausgelöst worden war, weil offenbar Rauch aus einer Küche austrat." Auf dem Herd waren Hühnerbeine am Kochen - allerdings noch nicht einmal angebrannt, so Gründel. 

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Über 100 Bewohner im Heim

Das Flüchtlingsheim mit mehr als 100 Bewohnern gehört zu den besonders zu schützenden Einrichtungen im Landkreis. Dazu zählen beispielsweise auch die Krankenhäuser und Hotels. Deswegen werden bei einem Feueralarm sämtliche Wehren der Umgebung zum Einsatz gerufen. 

In den letzten Monaten war es allerdings wiederholt zu Fehlalarmen in dem Heim gekommen. Mal war offenbar zu lange und zu heiß geduscht worden und der Wasserdampf hatte den Brandmelder ausgelöst, mal war, wie an diesem Sonntag, Dampf aus der Küche die Ursache. 

Vor vier Jahren, im Frühjahr 2016,  hatte es in dem Heim einen Brand auf einem Bewohnerzimmer gegeben. Die Unterkunft war danach unbewohnbar und musste neu aufgebaut werden. Die Investitionen zum Wiederaufbau haben über eine Million Euro gekostet.

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