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Großbaustelle Polenz-Schule

Sieben Millionen Euro investiert der Landkreis in das Gebäude. Viel hat sich schon verändert. Und es geht weiter.

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© Uwe Soeder

Von Katja Schäfer

Vom Keller bis zum Dach ist die Polenz-Oberschule in Cunewalde eine einzige Baustelle. Entlang der Grundmauern wurde die Erde aufgegraben, um die Wände abzudichten und eine Drainage zu legen. Der bisherige Eingang ist dadurch jetzt nur per Leiter erreichbar. „Die Erd-, Abdichtungs- und Drainagearbeiten sind schon zu 95 Prozent erledigt“, berichtet Madlen Paul von der Pressestelle des Landratsamtes. Der Landkreis Bautzen betreibt die Schule und investiert jetzt 6,8 Millionen Euro in die Modernisierung des 30 Jahre alten Plattenbaus. Baubeginn war Anfang dieses Jahres. Laut Planung sollen die Arbeiten bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen werden. Gegenwärtig ist der südliche Flügel des Gebäudes eingerüstet. Ein großer Teil der Fenster wurde bereits ausgetauscht; die alten sind an der braunen Farbe zu erkennen; bei den neuen leuchten die Rahmen in strahlendem Weiß. Das Gerüst brauchen auch die Arbeiter, die das Dach erneuern. „Als Nächstes wird der nördliche Gebäudeflügel eingerüstet, damit auch dort an Dach, Fassade und Fenstern gearbeitet werden kann“, kündigt Madlen Paul an.

Deutlich erkennbar ist schon der Anbau für das neue Foyer. Statt an der Nordseite befindet sich der Haupteingang zur Schule künftig in der Mitte der östlichen Seite. Dadurch müssen die Schüler nicht mehr über den Parkplatz laufen. Da am neuen Eingang auch ein Fahrstuhl installiert wird, ist das Haus künftig barrierefrei erreichbar. Gebaut wird gegenwärtig auch am Bunker, in dem künftig die Hackschnitzel für die neue Heizung lagern.

Wie die Landkreis-Sprecherin berichtet, erfolgen im Gebäude derzeit Maurer- und Stahlbetonarbeiten sowie der Trockenbau. Zum Beispiel sind im zweiten Obergeschoss tragende Querwände abgebrochen worden, um zweimal je zwei Räume zusammenlegen zu können. Damit die Festigkeit des Gebäudes erhalten bleibt, werden jetzt zwei Stahlbetonrahmen als Ersatz eingebaut. Die beiden so entstehenden großen Zimmer dienen künftig als Kunstkabinette. Außerdem sind Elektroinstallateure sowie Heizungs- und Sanitärfachleute zugange.

„Die Arbeiten laufen planmäßig. Überraschungen oder Probleme traten bislang keine auf“, berichtet Madlen Paul. Schulleiter Achim Bär sagt: „Wir beobachten das Baugeschehen mit viel Freude. Ich bin sehr froh, dass alles so zügig voran geht.“ Im September sollen im zweiten Obergeschoss die Innenputz-Arbeiten beginnen; ebenso das Einbringen des Estrichs.

Die Bauarbeiter können hantieren ohne auf Kinder, Lehrer und Unterrichtszeiten Rücksicht nehmen zu müssen. Die Schule ist leer. Die rund 170 Schüler werden seit Ende der Winterferien in Ausweichquartieren unterrichtet; die Klassen fünf bis sieben in Wilthen, die Klassen acht bis zehn in Containern auf dem Schützenplatz nahe ihrer Schule. „Das neue Schuljahr zu organisieren, war noch etwas schwieriger“, gesteht Achim Bär. Der Grund dafür ist folgender: Diesmal gibt es drei achte Klassen statt wie bisher zwei. Sie haben zusammen aber weder in den Containern noch in Wilthen Platz. Die Schulleitung hat sich dafür entschieden, zwei achte Klassen in Cunewalde zu unterrichten und eine in Wilthen. Das bringt eine Menge organisatorische Schwierigkeiten mit sich, zum Beispiel beim Einsatz der Lehrer. „Ich habe erst gedacht, das geht gar nicht. Aber meine Planer haben es hingekriegt“, sagt der Schulleiter erleichtert. – Vorgesehen ist, dass die Auslagerung mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2015 ein Ende hat. Angesichts des rasanten Baufortschritts hat Achim Bär aber die Hoffnung, dass die Cunewalder Oberschüler eventuell schon eher wieder im Haus an der Czornebohstraße lernen können. Auf ein Wort