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Großdubrau bringt Ordnung in seine Gebühren

Die Räume der Gemeinde werden jetzt nach einem einheitlichen System vermietet. Trotzdem bleiben Unterschiede.

Von Kerstin Fiedler

Wer die Familienfeier in großem Rahmen feiern will, hat in der Gemeinde Großdubrau dazu verschiedene Möglichkeiten. Wer nicht einfach in die Gaststätte gehen will, kann in mehreren Dörfern Räume von der Gemeinde mieten. Die Höhe der Miete ist sehr verschieden. Deshalb sollte die Verwaltung für den Gemeinderat jetzt aufschlüsseln, wo die Räume wie viel kosten. Bürgermeister Siegfried Schuster (UWV) begründet, warum das so wichtig ist. „Wir haben oft Anfragen, warum es in Klix einen anderen Preis als in Commerau gibt“, sagt Schuster. Deshalb wurde jetzt alles aufgelistet. Doch das ist zunächst nur der Anfang. Ziel der Sache ist es, relativ gerechte Preise zu bekommen. Um aber die Frage zu beantworten, hat die Verwaltung jetzt eine Tabelle aufgestellt, die die offensichtlichen Kosten bewertet. So kann eine größere Einrichtung wie in Commerau nicht mit dem Vereinsraum über der Feuerwehr in Sdier gleichgestellt werden. Auch die Höhe der Betriebskosten spielt bei der Bewertung der Miete eine Rolle. Außerdem will die Gemeinde unterscheiden, ob etwas einen ganzen Tag oder nur stundenweise genutzt wird. Außerdem gibt es drei Nutzergruppen: zum einen Vereine, Senioren- oder Kindergruppen, also gemeinnützige Vorhaben, zum zweiten die private Nutzung für Feiern, und als drittes die kommerzielle Nutzung, zum Beispiel Veranstaltungen, die Geld kosten.

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Hauptproblem für Siegfried Schuster ist aber, dass die Räume über die Verwaltung laufen. „Es werden immer weniger Vereine, die sich um ein Haus kümmern“, sagt Schuster. Erst kürzlich hat der Feuerwehrförderverein Klix die Vereinsräume gekündigt. Nachdem der Klixer Kulturklub sich aufgelöst hat, hatten die Feuerwehrleute sich für den Raum den Hut aufgesetzt. Doch nun ging er wieder an die Gemeinde zurück. „Solange wir es schaffen, werden wir die Räume weiter vermieten“, sagt Siegfried Schuster. Immer aber mit dem Gedanken, dass dies keine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist. Wenn sich die Vermietung nicht mehr rentiert, müssen andere Wege gefunden werden.

Noch vor Jahren waren es vor allem die Vereine, die Räume von der Gemeinde übernommen hatten, um ihrer Vereinsarbeit in einem festen Domizil nachzugehen. So der Kulturklub Klix, der Kolibri-Klub Sdier oder der Klub der Kultur- und Heimatfreunde in Quatitz. Mittlerweile funktioniert nur noch der Heimatverein in Zschillichau. „Wir sind sehr froh, dass sich die Mitglieder dort mit unserer Unterstützung so gut um das Vereinshaus an der B 156 kümmern“, sagt der Bürgermeister. Das Haus der Begegnung in Quatitz wird seit zwei Jahren privat betrieben. Ziel der Gemeinde ist es schon, die Häuser wieder an Vereine zu übergeben, sagt Siegfried Schuster. Doch zurzeit stehen die Chancen eben nicht so gut. „Die Alternative wäre, die Häuser zu verkaufen“, so Schuster.