SZ +
Merken

Große Party für ein Haus

Seit 1994 ist das „Pünktchen“ die Faschingshochburg im Ort. Das soll am Sonnabend gefeiert werden.

Teilen
Folgen

Von Elke Schmidt

Sarah, Steffi und die anderen Funken sind garantiert wieder dabei, wenn am Sonnabend im Vereinshaus „Pünktchen“ die Jubiläumsparty steigt. Seit 20 Jahren feiern die Faschingsverrückten des Ortes nun schon in dem großen Gebäude an der Oststraße. Darauf sind sie sehr stolz und wollen gemeinsam mit ihren Gästen darauf anstoßen. Sie freuen sich auf viele Besucher, die gerne auch im Kostüm kommen können, auch wenn die Faschingszeit ja eigentlich schon vorbei ist.

Diese erwartet noch einmal das Programm der vergangenen Saison, die unter dem Motto „Seifhennersdorf mach dich bereit, es beginnt die Ritterzeit“ stand. Zusätzlich zeigen sie Ausschnitte ihrer schönsten und lustigsten Programme aus ihrer langen Vereinsgeschichte. Die Auswahl war groß, denn immerhin gibt es den Fasching in Seifhennersdorf schon seit 56 Jahren. An diesem Tag werden sich die Narren aber vor allem an die Zeit im Pünktchen erinnern.

Bis 1993 war das Karlihaus in fester Faschingshand. Als das dann einen neuen Besitzer bekam, hätte der Verein zu viele Kompromisse schließen müssen, erzählt Präsident Robert Schnitter. Unter mehreren Ausweichobjekten fiel die Wahl auf die ehemalige Kinderkrippe „Pünktchen“.

Den Namen behielten die Narren, aber sonst veränderte sich zumindest innen so ziemlich alles. Innerhalb eines Vierteljahres sei durch großen Einsatz der Vereinsmitglieder und Hilfe etlicher Seifhennersdorfer Firmen ein zünftiges Faschingsquartier mit Saal, mehreren Bars und sogar eigenen Räumen für den Fundus entstanden. Die Küche der ehemaligen Krippe behielt der Verein und kann so zu seinen Veranstaltungen auch warme Gerichte anbieten. Bereits im Januar 1994 konnte die erste Saison im neuen Haus eröffnet werden. Seitdem haben die Narren hier viele große und kleine Partys veranstaltet. Besonders gern erinnert sich Robert Schnitter an die Jubiläen zum 40. und 50. Jahr des Bestehens des Vereins.

Spektakulär war es auch, als eines Tages bei einem Sommerfest über dem Außengelände des „Pünktchens“ ein Ufo schwebte. Das sah täuschend echt aus mit blinkenden Lichtern und den passenden Geräuschen, erinnert sich der Präsident. Nicht wenige der Gäste dachten im ersten Moment, dass es tatsächlich aus eigenem Antrieb fliegen würde. Und die Autofahrer, die in den Ort hineinfuhren, wurden erst recht getäuscht. Erst beim zweiten Hinsehen war klar, das ein Kran hinter dem Haus für die nötige Bewegung sorgte.

Die Narren kümmern sich das ganze Jahr um ihr Haus. Zu tun gibt es eigentlich immer was, weiß Robert Schnitter. Um die Betriebskosten einspielen zu können, reicht der Fasching aber nicht mehr aus, denn leider kommen nicht mehr so viele Leute wie früher zum Fasching.

Deshalb vermietet der Verein die Räume auch für Feiern aller Art. Geburtstage sind da nur ein Beispiel. Auch Firmen können im „Pünktchen“ ihre Betriebsfeste ausrichten. Der Verein bietet den Mietern ein Komplettpaket mitsamt Bewirtung und Verpflegung. Auch das große Außengelände kann genutzt werden.

Doch nicht nur ihr Haus ist den Narren wichtig, sondern auch die anderen Faschingsvereine der Region und ganz besonders die Vereine im Ort. Ein gutes Miteinander ist für Robert Schnitter selbstverständlich. Gemeinsam könne man einfach mehr erreichen, das ist seine Überzeugung. Und so hofft er, dass am Sonnabend auch viele andere Vereine unter den Gästen sind.