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Große Pläne für die alte Webschule

Großschönau will ein Millionen-Projekt angehen und eine der bekanntesten Industriebrachen des Ortes sanieren, um sie wieder sinnvoll zu nutzen.

Mehr als 30 Experten aus der Textilbranche und der Kreativwirtschaft haben ein Wochenende in Großschönau verbracht und Pläne geschmiedet.
Mehr als 30 Experten aus der Textilbranche und der Kreativwirtschaft haben ein Wochenende in Großschönau verbracht und Pläne geschmiedet. © Matthias Weber/photoweber.de

Die Fäden sind geknüpft: Am vergangenen Wochenende haben sich mehr als 30 Experten aus der Textilbranche und der Kreativ-Wirtschaft in Großschönau getroffen, um Ideen zu entwickeln und Pläne zu schmieden - für ein Millionen-Projekt.

Es geht um die alte Webschule an der Waltersdorfer Straße, eine der bekanntesten und größten Industriebrachen in Großschönau und einer der historisch bedeutsamsten Orte der Großschönauer und Oberlausitzer Industriekultur und Textilgeschichte. Schon lange sucht die Gemeinde einen Weg, die alte Webschule zu sanieren und wieder sinnvoll zu nutzen. "Wir wollen das Gebäude und seine Tradition vor allem auch wieder ins Bewusstsein der Menschen zurückholen", sagt Bürgermeister Frank Peuker (SPD). 

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Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde diese Idee in einem Wettbewerb vorgestellt - und ein Preisgeld von 450.000 Euro für die Umsetzung gewonnen. Das Geld soll nun eingesetzt werden, um das Projekt tatsächlich voranzubringen. Frank Peuker sieht darin eine große Chance für die Gemeinde. "Großschönau besitzt ja eine reiche und einmalige Textiltradition", sagt er. "Die wollen wir nicht nur bewahren, sondern auch für die kommenden Generationen fortschreiben."

Die alte Webschule in Großschönau.
Die alte Webschule in Großschönau. © Matthias Weber

Die alte Webschule - wieder ein Ort für Innovation und Wissensvermittlung? Keine schlechte Idee. Aber wie soll das gehen? Seit dem Wochenende hat der Bürgermeister erste Antworten auf diese Frage. Und ist begeistert. "Es war wirklich sehr beeindruckend", sagt er im Nachhinein. Gemeinsam mit dem sächsischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft "Kreatives Sachsen" hatte er Textil-Experten aus ganz Deutschland eingeladen, bei der Ideenfindung zu helfen.

Und das, sagt Peuker, sei rundweg gelungen. Die Pläne reichen vom "lebendigen Archiv" über Tourismusangebote und Textilwerkstätten bis hin zu dem Projekt, aus der Webschule wieder einen Ausbildungsort für textile Berufe zu machen. Frank Peuker spricht von einer langfristige Nachnutzung als Lern- und Kooperationsort zwischen Handwerk, Schulen und Unternehmen. Angedacht sind auch der Ausbau der Aula als Veranstaltungssaal und ein gastronomisches Angebot. 

An den kreativen Köpfe um "Kreatives Sachsen"-Chefin Claudia Muntschick ist es nun, die gesammelten Ideen zu ordnen und weiterzuentwickeln. Schon im März soll es einen zweiten Workshop in Großschönau geben. Ein erstes konkretes Nutzungs- und Betreiberkonzept könnte im Mai vorliegen.  

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