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Schäden am Sport- und Freizeitzentrum

Das Prestigeobjekt von Demitz-Thumitz ist inzwischen zum Sanierungsfall geworden. Eine Schwachstelle ist das Dach.

© Steffen Unger

Von Carolin Menz

Demitz. Das Demitzer Sport- und Freizeitzentrum wird in diesem Jahr teilweise saniert. „Wir müssen jetzt etwas tun, um das Gebäude langfristig zu erhalten“, sagt Gisela Pallas in einem Gespräch mit der SZ. Fotos und zahlreiche Unterlagen dokumentieren die Schäden, die behoben werden müssen. Das drängendste Problem ist das Dach mit gleich mehreren Schwachstellen. So sind die Bitumenbahnen teils verschlissen und fehlt eine geeignete Entwässerungsmöglichkeit, damit Wasser ausreichend abfließen kann. Kritisch auch die Stellen am Dach, wo einst kleine Eckfenster eingebaut wurden. Wenn es stark regnet, sucht sich das Wasser seinen Weg, dringt über die Schwachstellen immer wieder ins Gebäudeinnere und hinterlässt neue Schäden.

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„Sanierungsbedarf gibt es auch bei der Fassade“, so Gisela Pallas. Stellenweise weist sie Löcher auf und bröckelt der Putz. Zudem müssen Lamellenfenster repariert werden, um wieder eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten. „Auch der Brandschutz muss verbessert werden“, so Pallas. Da kam einiges zusammen in den vergangenen Jahren. „Wir bemühen uns schon lange um Fördergelder für eine Sanierung, bislang vergeblich. Da die Halle sowohl für den Schulsport als auch für Veranstaltungen genutzt wird, fallen wir aus vielen Förderprogrammen heraus“, so Pallas.

Nun gäbe es über das von Bund und Land aufgelegte Investitionsprogramm endlich Möglichkeiten. „Das ist ein Glücksfall für uns.“ Inklusive der nötigen Eigenmittel von 73 500 Euro stehen Demitz gut 300 000 Euro zur Verfügung. Viel Geld, hinsichtlich des gesamten Sanierungsbedarfs aber nur ein Anfang. „Wenn wir alles machen würden, was nötig wäre, bräuchten wir noch einmal das Doppelte“, sagt Gisela Pallas.

Zunächst werden die wichtigsten Maßnahmen durchgeführt, um Sicherheitsauflagen zu erfüllen und neue Schäden am Sportzentrum zu vermeiden. „Wir erweitern den Brandschutz und sanieren das komplette Hauptdach energetisch“, so die Bürgermeisterin. Künftig werde es auch eine Entwässerung geben. Gisela Pallas rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Sommer laufen.

In die Freude über die Fördermöglichkeiten mischt sich auch Sorge: „Die Gelder müssen bis Ende 2018 beziehungsweise 2020 verbaut sein. Das zwingt jetzt viele Gemeinden zum Bauen. Das wiederum treibt die Preise in die Höhe“, sagt Gisela Pallas. Planung und Umsetzung des Projektes übernimmt ein Bautzner Planungsbüro. Derzeit werden Kostenpläne, Bauvarianten und mögliche Bauabläufe geprüft. Danach beginnen die Ausschreibungen. Inwieweit der Turnhallenbetrieb während der Arbeiten eingeschränkt wird, sei noch offen.

Das 1995 errichtete Sport- und Freizeitzentrum ist ein belebter und beliebter Platz im Dorf. Die Halle ist gut ausgelastet mit Schulkindern und Vereinen, die hier Sport treiben. Regelmäßig gibt es große Veranstaltungen mit Hunderten Gästen. Direkt nebenan haben die Kegler ihre Anlage, die erst kürzlich technisch aufgerüstet wurde. „Als es gebaut wurde, war eine Zeit des Baumbooms und Aufbruchs. Aus heutiger Sicht ist es für uns eine Nummer zu groß“, sagt Gisela Pallas. Doch nun stehe die Gemeinde zum Objekt und der damit verbundenen Verantwortung. Dem ersten Schritt der Sanierung sollen weitere folgen.