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Großeinsatz: Kuh "Elma" rennt durch Görlitz

Sie ist mit drei anderen bei Markersdorf ausgebüxt. Anschließend beginnt eine Verfolgungsjagd bis nach Polen, die etliche Sperrungen mit sich bringt.

Kuh "Elma" hat Einsatzkräfte stundenlang auf Trab gehalten, weil sie durch die Innenstadt von Görlitz flüchtete.
Kuh "Elma" hat Einsatzkräfte stundenlang auf Trab gehalten, weil sie durch die Innenstadt von Görlitz flüchtete. © Danilo Dittrich

Immer wieder rennt Kuh "Elma" davon, mitten durch die Stadt Görlitz. Ihr hinterher: Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, die ständig neue Straßen sperren müssen. Kaum sind sie raus aus ihren Fahrzeugen, flüchtet das Tier, sprintet zwischen den Häusern entlang und um die Ecken - zum Schreck mancher Passanten.

Es war Montagnachmittag, als ein Bauer aus Markersdorf seine Kühe von einer auf die andere Weide treiben wollte. Dabei büxten vier gegen 16 Uhr aus, die sich von der B6 aus in Richtung Görlitz begaben. Etwa eine Stunde später konnte der Besitzer eine Kuh und ein Kalb einfangen. Währenddem versuchte die Polizei einen Tierarzt heranzuholen - zunächst erfolglos. Gegen 17.15 Uhr sichteten die Einsatzkräfte Kuh "Elma" auf dem Gleis an der Wiesbadener Straße in Görlitz. Die Strecke zwischen Reichenbach und Görlitz musste deshalb gesperrt werden. Das Tier rannte weiter Richtung Bahnhof, wo ebenfalls die Züge kurzzeitig in alle Richtungen still standen. Dadurch kam es zu Verspätungen im Bahnverkehr von Odeg und Trilex, der erst kurz vor 19 Uhr wieder Rollen konnte. 

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Gegen 17.45 Uhr schließlich kam Elma in der Innenstadt an, sprintete vom Lutherplatz zur Bautzener Straße. Auf dem Demianiplatz beschädigte sie noch einen Streifenwagen, der dort parkte. Gegen 18 Uhr war die Kuh in der Nikolaivorstadt, lief von der Großen Wallstraße zum Hirschwinkel und danach Richtung Ludwigsdorf. Inzwischen erreichte die Polizei einen Tierarzt, der sich auf dem Weg machte. Aber da war das Tier bereits auf den Neißewiesen, scheuchte dort gegen 19 Uhr vier Pferde auf einer Koppel so auf, dass auch diese noch ausbüxten. Sie konnten aber etwa 15 Minuten später eingefangen werden. Elma flüchtete hingegen durch die Neiße nach Polen. Die Verfolgungsjagd nahm hier vorerst ein Ende.

Kurz vor 20 Uhr schließlich fanden die Einsatzkräfte am Flugplatz in Girbigsdorf das vierte ausgebüxte Tier - ein Kalb. "Das musste erschossen werden", berichtet Polizeisprecherin Anja Leuschner. "Weil Gefahr für Leib und Leben bestand." Dafür aber lag eine Erlaubnis des Eigentümers vor.

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Fehlte noch Kuh "Elma". Die kehrte gegen 4 Uhr aus Polen zurück und war am Hirschwinkel unterwegs. Eine Stunde drauf konnte der Tierarzt ihr am Hildegard-Burjan-Platz schließlich eine Betäubung setzen - und der Eigentümer sie abholen.

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