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Großenhain - eine einzige Baustelle

Es ist ein heißer Sommer in der Röderstadt. Millionensummen werden verbaut. Ein Rundgang mit dem Oberbürgermeister.

Maik Neugebauer kämpft sich in diesen Tagen durch den "Kabelsalat" in der 1. Oberschule am Kupferberg. Zu Schuljahresbeginn sollen alle Klassenräume mit digitaler Technik ausgerüstet sein.
Maik Neugebauer kämpft sich in diesen Tagen durch den "Kabelsalat" in der 1. Oberschule am Kupferberg. Zu Schuljahresbeginn sollen alle Klassenräume mit digitaler Technik ausgerüstet sein. © Kristin Richter

Großenhain. Die 1. Oberschule am Kupferberg in Großenhain ist eine einzige Baustelle. Bei 35 Grad Außentemperatur und noch etwas mehr in den Innenräumen "wühlt" sich Maik Neugebauer von der Firma TFI Systeme in Radeberg durch einen Wust von Kabeln. Auf der Leiter im künftigen Serverraum behält er dennoch den Überblick. 

In der Einrichtung erfolgt über die Ferien die Netzwerkinfrastruktur im Rahmen des Digitalpakts für die Schulen der Stadt. Mit Schuljahresbeginn sollen in allen Klassenräumen digitale Tafeln in Betrieb gehen. Noch liegt ein gutes Stück Arbeit vor Maik Neugebauer und seinen Kollegen. Aber Oberbürgermeister Sven Mißbach ist optimistisch, dass zum 31. August alles fertig ist. 

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Die Oberschule ist eine von vielen aktuellen Baustellen im Stadtgebiet. Zwölf hat Baubürgermeister Tilo Hönicke gezählt, "und dabei selbst ein bisschen gestaunt". Einige davon haben Sven Mißbach und Tilo Hönicke beim Rundgang vorgestellt.

Die Sanierung der Kesselanlage im Rathaus steht am Beginn. Nicht, weil es im Rathaus-Keller so schön kühl ist. Die Erneuerung war dingend nötig, nachdem es im Winter einen Heizungsausfall gab, der für Mitarbeiter wie auch Besucher unangenehm war. "Die Leute haben gefroren", erinnert sich Tilo Hönicke. Das kann jetzt nicht mehr passieren, denn zur neuen Anlage gehört ein Reservekessel. Kosten insgesamt: 43.000 Euro.

Gute Nachrichten gibt es von der Carl-Maria-von-Weber-Allee. Hier ist in den letzten Wochen an der Stadtmauer ein Parkplatz entstanden. 17 Stellflächen hat er, ein Teil davon wird für Bewohner sein. Aber der Oberbürgermeister sieht die Schaffung von Stellflächen für Besucher als sehr wichtig an, "um das Zentrum für Gäste attraktiver zu machen", sagt er. Auch das gehört dazu: Auf dem Areal werden zwei Ladestationen für Elektro-Pkw installiert. Gesamtkosten: knapp 48.000 Euro.

Oberbürgermeister Sven Mißbach am bereits fertigen Neubau des Regenüberlaufbeckens nahe der Mülbitzer Straße.
Oberbürgermeister Sven Mißbach am bereits fertigen Neubau des Regenüberlaufbeckens nahe der Mülbitzer Straße. © Kristin Richter
Trotz sengender Hitze: Die Kanalarbeiten im Bereich Markus-/Weinbrunnenstraße liegen im Zeitplan.
Trotz sengender Hitze: Die Kanalarbeiten im Bereich Markus-/Weinbrunnenstraße liegen im Zeitplan. © Kristin Richter
An der Stadtmauer freuen sich Tilo Hönicke und Oberbürgermeister Sven Mißbach, demnächst 17 neue Parkplätze und zwei Ladesäulen für Elektro-Pkw bereitstellen zu können.
An der Stadtmauer freuen sich Tilo Hönicke und Oberbürgermeister Sven Mißbach, demnächst 17 neue Parkplätze und zwei Ladesäulen für Elektro-Pkw bereitstellen zu können. © Kristin Richter
Neue Schüttgutboxen erleichtern künftig die Arbeit für die Beschäftigten des Stadtbauhofes.
Neue Schüttgutboxen erleichtern künftig die Arbeit für die Beschäftigten des Stadtbauhofes. © Kristin Richter
Aufwändig umgestaltet werden die Sanitärraume in der Kita Regenbogen: Der stellvertretende Leiter Leif Quoos informiert den Rathauschef über den Stand der Dinge.
Aufwändig umgestaltet werden die Sanitärraume in der Kita Regenbogen: Der stellvertretende Leiter Leif Quoos informiert den Rathauschef über den Stand der Dinge. © Kristin Richter
Endlich fertig: Das Kinderplanschbecken im Naturerlebnisbad kann nach nötigen Nacharbeiten genutzt werden.
Endlich fertig: Das Kinderplanschbecken im Naturerlebnisbad kann nach nötigen Nacharbeiten genutzt werden. © Kristin Richter

Im Naturerlebnisbad geht es in diesen Tagen heiß her. Klar, bei diesen Temperaturen! Die jüngsten Badbesucher und ihre Eltern freuen sich, dass das Kinderplanschbecken seit Monatsbeginn nutzbar ist. Hier waren Nacharbeiten nötig, weil im ursprünglichen Zustand zu viel Schmutz ins kühle Nass gespült wurde. Kosten: rund 36.000 Euro.

Die Kanalarbeiten im Bereich Markus-/Weinbrunnenstraße bezeichnet Tilo Hönicke als Musterbeispiel in der Zusammenarbeit zwischen den Medienträgern. Enso und Wasserwirtschaft hätten hier gut koordiniert, um auf Jahre hin die Gewährleistung von Abwasserent- und Wasser- sowie Stromversorgung zu sichern. Problemlos sei ein kleines Stück der Weinbrunnenstraße einbezogen worden. Kosten: rund 350.000 Euro.

Strukturelle und inhaltliche Veränderungen sind in der Kita Regenbogen am Kupferberg geplant, sagt der stellvertretende Leiter Leif Quoos. Die Krippe zieht perspektivisch ins Erdgeschoss, der Hort ganz nach oben. Derzeit liegt der Schwerpunkt im Umbau der Sanitärräume.

 "Altersgemäß, kindgerecht, sicherheitsrelevant und sympathisch", bringt es Leif Quoos auf den Punkt. Im 2. Obergeschoss erfolgen die Arbeiten für den Hortbereich unter der Maßgabe der vorgeschriebenen Geschlechtertrennung im Sanitärbereich. Bauende soll am 28. August sein. Gesamtkosten: 142.000 Euro.

Schauplatz Mülbitzer-/Doernestraße: Kaum zu sehen, aber für die Stadt enorm wichtig war die Ertüchtigung des Regenüberlaufbeckens nahe des Hopfenbachs. Schon Ende Juni war die Anlage fertig. Allerdings muss jetzt noch die Messtechnik installiert werden. Kosten: rund 220.000 Euro.

Im Stadtbauhof ist der letzte Mosaikstein im Zuge des Neubaus erfolgt. Die Mitarbeiter können jetzt die neuen Schüttgutboxen nutzen. Kies, Sand und andere Baumaterialien können endlich fachgerecht gelagert und zu den jeweiligen Bauplätzen transportiert werden. Kosten: rund 180.000 Euro.

Szenenwechsel nach Zabeltitz: In den Ort gelangt man wegen der Bauarbeiten an der Kreisstraße 8512 zurzeit nur über Walda. Dort, wie in vielen weiteren Ortsteilen, wird das Dorfleben momentan und wohl auch noch einige Zeit durch den Breitbandausbau dominiert. 

In Zabeltitz selbst kommen Sanierungsarbeiten an der historischen Mauer am Park hinzu. Zurzeit erfolgt die Aufmauerung defekter Teile aus Bruchsteinen - akribisch beäugt von der Denkmalpflege. Sobald dies beendet ist, sollen auf der Fläche davor 17 Parkflächen für Touristen entstehen. Kosten für die Mauersanierung: rund 56.000 Euro; Parkplatz: rund 82.000 Euro.

Ende einer Rundfahrt: Nicht alle aktuellen Baustellen rücken an diesem Tag ins Blickfeld. Die Förderschule am Remonteplatz ist aufwendig saniert worden, zum Schuljahresbeginn wird sie fertig sein. Auch vor dem Cottbuser Bahnhof wird emsig gebuddelt - neues Pflaster, ein Stück Fußweg entstehen. Heiße Zeiten also in Großenhain.

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