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„Großenhain ist eine wunderbare Stadt“

Landtagspräsident Matthias Rößler ist optimistisch, dass der Tag der Sachsen in der Röderstadt ein voller Erfolg wird.

In genau 138 Tagen ist es soweit. Dann wird sich Großenhain für drei Tage in ein einziges großes Volksfest verwandeln. Vermutlich über 200 000 Menschen aus ganz Sachsen werden durch die Straßen der Röderstadt pilgern und sich mit 18 Themenbereichen und an 18 Bühnen gut unterhalten lassen. Unter den Zuschauern wird sich zuweilen sicherlich auch er befinden: Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler (CDU), seit 7. Juni 2010 Präsident des Kuratoriums Tag der Sachsen. Die SZ war mit dem 59-Jährigen im Gespräch.

Herr Rößler, was machen Sie am fünften bis siebenten September?

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Als Schirmherr des Tages der Sachsen und Vorsitzender des Kuratoriums bin ich mit meiner Frau Gerlind die ganze Zeit in Großenhain. Am Freitag werde ich das Fest eröffnen und mit dem Oberbürgermeister für die teilnehmenden Vereine einen Empfang geben. Am Sonnabend kürt das Kuratorium die Ausrichterstadt für das Jahr 2016 und am Sonntagabend geht der Staffelstab an Wurzen. Dort treffen sich die Sachsen dann im kommenden Jahr zu ihrem nächsten Fest.

Die Großenhainer bereiten sich mit all ihren Kräften auf das Großereignis vor. Glauben Sie, dass sie es schaffen können, wieder eine halbe Million Menschen zum Fest zu locken?

Die Großenhainer werden hunderttausende Gäste in ihre Stadt locken! Beim letzten Tag der Sachsen in Schwarzenberg hatten wir 250 000 Besucher, zuvor in Freiberg sogar eine halbe Million. Irgendwo dazwischen wird – wenn das Wetter wie in den letzten Jahren mitspielt – die Gästezahl in Großenhain liegen.

Sie waren selbst bereits schon einige Male in Großenhain. Was macht die Stadt für Sie so besonders und vor allem prädestiniert für ein solches Volksfest?

Großenhain ist eine wunderbare Stadt mit vielen Gewerbetreibenden und schönen Geschäften. Ich persönlich schwärme besonders für die Bäcker und Fleischer der Stadt. Das Vereinsleben ist rege und die Bürgergesellschaft ist voll intakt. Die Stadtverwaltung mit dem tüchtigen Oberbürgermeister Burkhard Müller an der Spitze funktioniert ausgezeichnet. Außerdem ziehen alle Beteiligten an einem Strang. Ich bin guten Mutes, dass der Tag der Sachsen in Großenhain ein voller Erfolg wird.

Der Tag der Sachsen wird seit 1992 am ersten Septemberwochenende gefeiert. Mittlerweile haben sich sachsenweit längst andere Veranstaltungen etabliert. Weshalb sollte diese Tradition trotzdem unbedingt erhalten werden?

In Sachsen gibt es eine ganze Reihe großartiger Veranstaltungen. Aber keine kann sich mit dem größten Bürgerfest des Freistaates vergleichen. Die Tradition hält sich von ganz allein wach. Schon bis zum Jahr 2020 stehen die Bewerberstädte Schlange.

Kritiker bemängeln dennoch, das Fest verschlinge vergleichsweise zu viel Geld. Über welche Summen reden wir hier tatsächlich? Und wie unterstützt der Freistaat ausrichtende Städte?

Der Freistaat unterstützt die Ausrichterstädte mit seiner Organisationskraft und mit Geld. 700 000 Euro kommen über den kommunalen Finanzausgleich vor allem für Investitionen, aber auch für andere der Ausrichterstadt entstehende Kosten. 100 000 Euro erhalten hunderte von Vereinen, die sich zum Fest präsentieren oder am Festumzug teilnehmen. Bei guter Organisation und gutem Wetter kann die Gastgeberstadt mindestens eine „schwarze Null“ schreiben. Auf jeden Fall bringt der Tag der Sachsen ihr aber einen gewaltigen Imagegewinn.

Mit wie vielen Sicherheitskräften wird die Veranstaltung begleitet?

Für die Sicherheitskräfte, die Anmeldung der teilnehmenden Vereine und die Organisation ist die Ausrichterstadt verantwortlich. Zusätzlich sorgt unsere Landespolizei aber während des Tages der Sachsen umfassend für Sicherheit und Ordnung.

Gab es schon bei anderen Tagen der Sachsen Zwischenfälle, die Ihnen selbst noch in unguter Erinnerung sind?

Seit 2010 begleite ich als Schirmherr nun das Fest und habe keinerlei ungute Erinnerungen an Zwischenfälle. Ordnungskräfte und Polizei hatten die Situation immer vorbildlich im Griff.

Herr Rößler, mit welchen Worten werben Sie für den Besuch des Festes in Großenhain?

Zum Tag der Sachsen 2014 schlägt das Herz unseres Freistaates in Großenhain. Ich kann mir keine lebendigere Stadt vorstellen! Mit vielen Gewerbetreibenden, Vereinen, schmucken Häusern, vielen Geschäften und engagierten Bürgern, als diese Perle der Großenhainer Pflege.

Gespräch: Catharina Karlshaus