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„Großenhain mag ich besonders“

Die SZ sprach nach seiner Wahl mit Bundesminister Thomas de Maizière (CDU).

Herr de Maizière, herzlichen Glückwunsch zur Wahl als CDU-Bundestagskandidat. Was möchten Sie für die Region Meißen erreichen?

Danke für den Glückwunsch. Der Landkreis Meißen soll durch mich in Berlin wirkungsvoll vertreten sein. Wir brauchen eine gute Anbindung der Städte unseres Landkreises an die Autobahnen und den Bau der geplanten Ortsumgehungen. Der Mittelstand braucht Unterstützung, zum Beispiel durch die Verlängerung der Investitionszulage Ost. Die weltweite Finanzkrise ist auch für die regionale Wirtschaft nicht leicht zu verkraften. Hier hat das Bundeskabinett gerade Hilfen und Steuererleichterungen beschlossen. Diese sollten in der Wirtschaft schnell und unbürokratisch ankommen. Die innere und äußere Sicherheit Deutschlands ist mir wichtig. Ich bin für eine Familienpolitik aus einem Guss und ich möchte mitwirken, dass die vorbildliche sächsische Bildungspolitik bundesweit Schule macht.

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Sie haben viele Verpflichtungen in Berlin. Wie wollen Sie das alles schaffen?

Als Chef des Bundeskanzleramtes habe ich wirklich einen vollen Terminkalender. Mir ist es aber wichtig, nicht die Bindung zu den Menschen in der Region, zu ihren kleinen und großen Sorgen zu verlieren. Mit einem guten Zeitmanagement ist das auch anderen gelungen. Und: Einen Abgeordneten in einer wichtigen politischen Funktion in Berlin zu haben, ist noch keiner Region schlecht bekommen.

Weshalb sind Sie Mitglied des CDU-Ortsverbandes Großenhain, wohnen aber in Dresden?

Von Kindesbeinen an bin ich, weil mein Vater Soldat war, oft umgezogen. In zehn Städten habe ich gewohnt. Da bin ich glücklich in Sachsen und Dresden endlich eine Heimat gefunden zu haben. Die Wählerinnen und Wähler können sicher sein, dass ich die Probleme des Wahlkreises genau kennen lerne. Großenhain mag ich besonders, deshalb habe ich sehr gern zugestimmt.

Interview: Ulf Mallek