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Badbetrieb wird die Herausforderung

Großenhains Oberbürgermeister Sven Mißbach rechnete zwar mit vielen Lockerungen- aber macht sich jetzt doch Gedanken, über die praktische Umsetzung.

Ein rappelvolles Naturerlebnisbad ist sonst der Wunsch der Betreiber. Dieses Jahr dürfte die Besucherzahl den Großenhainern eher Kopfschmerzen bereiten.
Ein rappelvolles Naturerlebnisbad ist sonst der Wunsch der Betreiber. Dieses Jahr dürfte die Besucherzahl den Großenhainern eher Kopfschmerzen bereiten. © Foto: Anne Hübschmann

Großenhain. Überrascht hat ihn nicht das Was. Eher das Wie bereitet Großenhains Verwaltungschef Kopfzerbrechen. "Angesichts der glücklicherweise stetig sinkenden Infektionszahlen war mir klar, dass der Freistaat weitere Lockerungen im Corona-Alltag anstreben wird. Ich hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass nun plötzlich so viel Verantwortung in die Hände der einzelnen Bundesländer gelegt wird", bekennt Sven Mißbach am Donnerstag im SZ-Gespräch.

Großenhains Stadtchef macht keinen Hehl daraus, dass er momentan noch nicht weiß, wie die Rückkehr zur Normalität in jedem einzelnen Lebensbereich stattfinden werde. Während er keinerlei Probleme bei den Museen oder dem Soziokulturellen Zentrum sehe - da könne man mit Abstandsregelungen und hygienischen Maßnahmen einen reibungslosen Betrieb garantieren - wären die Herausforderungen für die Kulturzentrums GmbH mit Schloss und Kino schon weitaus größer.

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Ebenso die Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern. Das A und O sei die Einhaltung von Abständen, die aber aufgrund von personellen und vor allem auch räumlichen Kapazitäten ihre Grenzen aufweisen würden. "Um beispielsweise die Kinder entsprechend aufzuteilen, bräuchten wir zusätzliche Zimmer in den jeweiligen Einrichtungen. Die gibt es nun aber nicht, also können wir wahrscheinlich nur verstärkt auf konsequente Hygiene setzen", erklärt Sven Mißbach.

Etwas, das für die Öffnung des Naturerlebnisbades allein indes nicht reichen werde. In Erinnerung an heiße Sommertage, die dem beliebten Großenhainer Freizeitdomizil an einem Tag schon mal gut tausend Besucher beschere, sei hier ein umfangreiches logistisches Konzept von Nöten. 

Denn habe man sich sonst über derlei Zustrom von Wasserratten gefreut, laufe man in Corona-Zeiten wie diesen Gefahr, aufgrund der Personenanzahl einer Großveranstaltung zu unterliegen. 

Eine Begrenzung von Gästen und Abständen zwischen den Liegeflächen zählten neben der Hygiene wiederum zu den planerischen Vorhaben der kommenden Wochen. Ein Aufwand, der bis zum herkömmlichen Eröffnungstermin des Bades am 15. Mai wohl nicht zu leisten sei. Realistisch, so Sven Mißbach, sei aus seiner Sicht da eher der 1. Juni.   

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