merken
PLUS

Großenhain

Großenhain rüstet sich für Krisenmodus

Die Stadtspitze beriet am Sonnabend über die nächsten Schritte. Und die werden laut OB Mißbach einschneidend.

OB Sven Mißbach: Wir werden unser Möglichstes tun, um die kommenden Wochen gemeinsam gut zu bewältigen."
OB Sven Mißbach: Wir werden unser Möglichstes tun, um die kommenden Wochen gemeinsam gut zu bewältigen." © Kristin Richter

Großenhain. Nein, es war kein normales Wochenende. Ganz und gar nicht. Angesichts der gravierenden Entscheidungen, die Sachsens Landesregierung am Freitagnachmittag aufgrund der Corona-Epidemie getroffen hatte, kam die Stadtspitze am Sonnabend kurzfristig zu einer Beratung zusammen. „Wir wollten nicht erst am Montag damit beginnen, uns Gedanken über die kommende Woche zu machen“, erklärte Oberbürgermeister Sven Mißbach.

Eine Woche, die unzweifelhaft sicher heftig würde und in dieser Form so noch nicht da gewesen wäre. Man könne auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen. Erste Priorität habe die Organisation der Kinderbetreuung. Denn zwar hätten die Kindertagesstätten und Schulen zunächst einmal voraussichtlich noch bis Dienstag geöffnet. Danach würden sie jedoch schließen und es müsse für Eltern, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit unbedingt arbeiten müssten, eine Betreuungsmöglichkeit für ihre Sprösslinge geschaffen werden.

Sächsische.de zum Hören!

Zu Hause, unterwegs, in der Pause – Sächsische.de kann man nicht nur lesen, sondern auch immer und überall hören. Hier befinden sich unsere Podcasts.

Ob und wie das angesichts der zu vermeidenden Ansteckung mit dem Coronavirus zu organisieren ginge, müsse man sehen.

Darüber hinaus gelte es angesichts der aktuellen Entwicklung auch in Großenhain, die Notwendigkeit bestimmter öffentlicher Einrichtungen wie des SkZ Alberttreff oder der Museen auf den Prüfstand zu stellen. Definitiv geschlossen werde ab Montag die Seniorenbegegnungsstätte, schließlich zählten deren Besucher zur vor allem zu schützenden Bevölkerungsgruppe. Die bisher dort tätigen Mitarbeiter könnten dann wiederum bei der Versorgung älterer Menschen etwa mit der Belieferung von Essen eingesetzt werden.

„Wir nehmen die Lage sehr ernst! Am Sonnabend wurden noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen, aber wir wollen vorbereitet sein“, bekannte Sven Mißbach im SZ-Gespräch. Am Montagmorgen werde man zur nächsten Runde zusammentreffen und sicher Festlegungen treffen. „Es ist eine außergewöhnliche Situation. Aber ich kann den Großenhainern versichern, das ist uns sehr wohl bewusst und wir werden unser Möglichstes tun, um die kommenden Wochen gemeinsam gut zu bewältigen!“

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.