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Ein Sandsturm fegt übers Land

Tief Kirsten fegt auch über die Region hinweg und verdunkelt den Himmel. Es gibt bis zum Abend elf Einsätze im Landkreis Meißen.

Nichts mehr zu sehen: Im Großenhainer Ortsteil Strauch wurde es aufgrund eines Sandsturms bereits am Mittag dunkel.
Nichts mehr zu sehen: Im Großenhainer Ortsteil Strauch wurde es aufgrund eines Sandsturms bereits am Mittag dunkel. © Foto: Kristin Richter

Großenhain. Von Stunde zu Stunde wurde es mehr: Die ersten Ausläufer des Nordsee-Tiefs Kirsten machten sich am Mittwochvormittag auf den Weg nach Sachsen. Während Meteorologen eindringlich davor warnen, in den kommenden Stunden in den Wald zu gehen und auch der Deutsche Wetterdienst auf teils schwere Böen aufmerksam macht, verdunkelte sich im Raum Großenhain bereits am Mittag zeitweise der Himmel. 

Ein Sandsturm trieb in Strauch, Niegeroda und kurz vor Skäßchen sein Unwesen. Ein Befahren der Straßen war teilweise nicht mehr möglich. Das Wildgehege Moritzburg war am Mittwoch aufgrund der Wettervorhersage vorsorglich gleich ganz geschlossen geblieben.

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In Friedewald stürzte dieses Baumteil auf die Straße.
In Friedewald stürzte dieses Baumteil auf die Straße. © Arvid Müller

Wie Kreisbrandmeister Ingo Nestler auf SZ-Anfrage erklärt, verzeichne man bis 15.15 Uhr einen ruhigen Verlauf mit nur sieben Einsätzen im gesamten Landkreis Meißen. Dreimal habe die Freiwillige Feuerwehr in Radebeul ausrücken müssen, weil Bäume auf die Straße beziehungsweise Fahrzeuge gestürzt waren. Auch in Gröditz, Frauenhain, Pulsen und Nauwalde seien Bäume durch die Heftigkeit des Sturms auf die Straße gestürzt. "Es hält sich aber dennoch bis jetzt glücklicherweise in Grenzen", bekennt Ingo Nestler.   

In Gröditz hatte eine Windböe um die Mittagszeit eine Linde umgeknickt. "Die hat dann gleich eine zweite Linde umgerissen", erklärt Feuerwehrsprecher Oliver Linge. "Das Problem ist, dass die Bäume derzeit noch voll belaubt sind und wir außerdem trockenen Boden haben." Bei den anderen Einsätzen in Pulsen, Raden und Frauenhain habe es sich eher um kleinere Sachen gehandelt. In Riesa und Strehla verzeichneten die Feuerwehren zumindest bis in den späten Nachmittag hinein keine sturmbedingten Einsätze.

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Ein paar Stunden später hat sich die Lage schon etwas entspannt. Bis kurz nach 20 Uhr habe es insgesamt elf Einsätze gegeben, so Ingo Nestler. Die Feuerwehr habe noch zweimal in Radebeul, einmal in Nünchritz und schließlich in Garsebach tätig werden müssen. „Insgesamt können wir resümieren, dass das Sturmtief den Landkreis weitestgehend verschont hat. Es gibt bisher keine größeren Schäden zu verzeichnen und es wurde glücklicherweise niemand verletzt“, konstatiert Ingo Nestler am Abend. (mit stl)

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