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Großenhainer an der Rödermündung

Mit dem Bus ging es vorbei an Kröbeln nach Saathain, wo die Große Röder in den Röderkanal fließt.

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Das neue Prospekt der Röderradroute, herausgegeben unter anderem vom Dresdner Heidebogen, hat einen Schönheitsfehler. Die Große Röder, die bei Rammenau entspringt, mündet nach rund 90 Kilometern nicht in Kröbeln, nordwestlich von Gröditz.

Heimatfreunde machten sich am Sonnabend mit dem Kalkreuther Heimatverein an die eigentliche Mündung auf. Sie liegt bei Saathain im Röderland, einige Kilometer nördlich von Kröbeln. Dort fließt die Große Röder in den Röderkanal, der wiederum zehn Kilometer weiter bei Würdenhain in die Schwarze Elster mündet.

Aber dort kommen Reisebusse nicht hin. Dennoch hat sich die Tour für die 32 Mitreisenden trotz der großen Hitze gelohnt. Saathain ist nämlich in jedem Fall eine Reise wert. Und das nicht nur, weil der heute brandenburgische Ort bis 1815 zu Sachsen gehörte. Die wundervolle Fachwerkkirche kann man sich von Joachim Pfützner, dem Vorsitzenden des Fördervereins Gut Saathain, ausgiebig zeigen lassen. Es lohnt ein Blick in den Festsaal des Gutes und die darunter befindliche Galerie.

Im Rosengarten sind die Fundamente des einstigen Schlosses zu sehen. An der Stelle gab es bis vor zwei Jahren noch eine Ausflugsgaststätte. Eine Erfrischung bekamen die Heimatfreunde dafür in der Saathainer Mühle mit Baumschule und Galeriecafé. Von dort aus sind es nur noch ein paar Schritte bis zur legendären Mündung. Ein Vortrag im Großenhainer Museum wird sich im Herbst mit dem Lauf der Röder und ihren zahlreichen Verzweigungen befassen. (SZ/krü)