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Görlitz

Großer Andrang ist ein gutes Zeichen

SZ-Redakteur Ingo Kramer zur Preisentwicklung bei Eigenheimen.

© Montage: SZ-Bildstelle

Es sind nicht viele Einfamilienhäuser auf dem Markt, aber die Nachfrage ist enorm. Also gehen die Preise Jahr für Jahr nach oben. So weit, so simpel.

Es gibt einfach genügend Leute, die sich ein Häuschen immer noch leisten können, selbst bei steigenden Preisen. Der große Andrang ist ein gutes Zeichen: Er macht deutlich, dass es in Görlitz und Umgebung durchaus eine ganze Menge Leute gibt, die so viel Geld verdienen, dass sie sich ein Haus leisten können. Das war in den vergangenen 30 Jahren nicht immer so. Gerade in den 1990er Jahren, aber auch noch danach, zogen massenhaft Menschen gen Westen, weil es dort Arbeit gab – und Geld. Inzwischen sind auch hier jede Menge Stellen frei. Die Bezahlung ist in vielen Branchen noch längst nicht auf West-Niveau, aber zumindest ausreichend für ein Häuschen in der Heimat. Das sollte an dieser Stelle einfach mal positiv bemerkt werden.

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Hinzu kommen natürlich noch andere Faktoren, vor allem die günstigen Kredite. Manch einer spricht schon von einer Blase, die ersten erwarten sogar bald Negativ-Zinsen auf Kredite, frei nach dem Motto: 100 Euro leihen, nur 95 Euro zurückzahlen. Mit konkreten Beispielen aus unserer Region sind solche Aussagen zwar noch nicht unterlegt (und tatsächlich auch nur schwer vorstellbar), aber sollte es tatsächlich dazu kommen, würde das den Bau-Boom noch verstärken. Und es ist keinem ein Vorwurf zu machen, der die Gelegenheit nutzt. Das gilt natürlich auch schon jetzt: Wer das Geld hat oder auf die günstigen Kredite zurückgreifen möchte, der saniert oder baut jetzt. Warum auch nicht: Auf dem Konto bringt das Geld schließlich kaum noch Zinsen.

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